Gewehr 98, Mauser Karabiner 98K
Typ: Gewehr
Geschichte: Das Standard-Gewehr der deutschen Armee seit 1898, das durch das Jahr seiner Einführung als Gewehr 98 ein fester Begriff geworden ist. Dieses Mauser-Gewehr wurde zum Gradmesser vieler Infanterie-Gewehre, und es steht außer Frage, daß es in seiner Ursprungsform oder in abgeänderter Weise bei mehr Armeen der Welt Eingang gefunden hat als jedes andere Gewehr. Es besteht jedoch durchaus Anlaß zur Annahme, daß dies eher auf die hervorragenden Verkäufer von Mauser zurückzuführen ist als auf die hervorragende Qualität des Gewehrs an sich. Es war zwar eine sehr gut verarbeitete Waffe, doch der Verschluß war ungünstig zu bedienen und schwierig zu reinigen. Zwei Punkte, die gegen das Gewehr als schnelle Waffe im Gefecht sprechen.

Das deutsche Gewehr 98 Mauser
Im Original-Entwurf war das Gewehr - genau wie alle anderen der 90er Jahre des 19.Jahrhunderts - lang und reichlich schwer. Deshalb wurde es in den ersten Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts durch eine kürzere Version, den Karabiner 98 oder 98K, ersetzt. Bis 1903 hatte es sich bei den meisten Armeen eingeführt, zwei verschiedene Versionen des Gewehrs zu benutzen, das lange bei der Infanterie und das kürzere bei der Kavallerie. Dabei wurde das kurze Gewehr als »Karabiner« oder »Dragoner-Gewehr« bezeichnet.

Deutsche Infanterie, bewaffnet mit Karabiner 98K und Stiel-Handgranaten im Kampf um Brest-Litowsk zu Beginn des Russland-Feldzuges.
Doch schon 1903 entschloß sich die englische Armee zur Einführung eines »Kurz-Gewehrs« Lee-Enfield Rifle bei allen Waffengattungen. Es war kürzer als das übliche Gewehr, aber etwas länger als der Karabiner. Die anderen Armeen folgten diesem Beispiel sehr bald. So wurde der Karabiner 98K zur Standardwaffe, und der Basis-Entwurf wurde durch die Jahre hindurch beibehalten. Geändert wurden nur das Visier und das Magazin für zusätzliche Patronen.

Waffenreinigung am Karabiner 98K.
Ein WW2 Bild des Großvaters des Autors dieser Webseiten während seines Dienstes in der Wehrmacht im 2. Weltkrieg.
Darüber hinaus wurden kleinere Details nur unter dem Gesichtspunkt verändert, daß dadurch die Massenproduktion erleichtert werden konnte. Nach dem Ersten Weltkrieg übernahmen auch andere Nationen den Karabiner 98K als ihr Gewehr. Daraus ergaben sich dann Waffen wie das Modell 1924 der CSSR oder das belgische Gewehr-Modell 1922. Jeder Soldat, der einmal das 98k oder ein daraus abgeleitetes Gewehr in der Hand hatte, fand sich ohne Schwierigkeiten mit jeder dieser Entwicklungen zurecht.
Benutzer: Deutschland, Tschecheslowakei, Belgien, Rumänien, Polen, Ungarn, Litauen, Estland, Lettland u.v.m
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Deutscher Landser mit der Standardwaffe der deutschen Infanterie-Division von 1898 bis 1945, dem Karabiner 98K von Mauser.
Karabiner 98K |
| Typ |
Gewehr |
| Kaliber |
7,92 mm |
| Länge |
110,7 cm |
| Gewicht |
3,9 kg |
| Lauf |
59,9 cm mit 4 rechtsläufigen Zügen |
| Magazin |
5 Schuss integriertes Kastenmagazin |
| Funktion |
Mauser Zylinder-schloss |
| Geschoßgeschw. |
750 m/s |
| Hersteller |
Mauserwerke AG, aber zahlreiche andere während des Krieges |
| Serienproduktion |
seit 1903 |
| Endlieferung |
Mai 1945 |
| Stückzahl 1942 |
1.149.593 |
| Stückzahl 1943 |
1.946.200 |
| Stückzahl 1944 |
2.282.380 |
| Stückzahl 1945 (Januar, Februar) |
310.118 |
| Stückpreis |
70 Reichsmark |

3D-Modell Karabiner 98K

Aufmarsch einer mit Karabiner 98K bewaffneten Infanteriekompanie im Herbst 1941 in Paris. |