Kursk und Wehrmacht-Kriegsgliederung

Schlacht von Kursk im Juli 1943, die größte Panzerschlacht der Kriegsgeschichte und die Kriegsgliederung der Wehrmacht vom 7.7.1943.

PzKpfw III bei Kursk
Panzerkampfwagen III im Feuer während der Panzerschlacht von Kursk

Kursk, die größte Panzerschlacht des Zweiten Weltkriegs

Die Schlacht von Kursk, die im Juli 1943 stattfand, war eine bedeutende Auseinandersetzung an der Ostfront während des Zweiten Weltkriegs, bei dem es zu einer massiven Konfrontation zwischen deutschen und sowjetischen Truppen kam. Das ‚Unternehmen Zitadelle‘ war die deutsche Offensive, die darauf abzielte, einen großen Teil der sowjetischen Streitkräfte einzukesseln und zu vernichten, indem sie den Kursker Frontbogen angriff. Der alliierte Nachrichtendienst, insbesondere der sowjetische und der britische, spielte eine entscheidende Rolle für den Ausgang dieser Schlacht.

Sowjetischer Nachrichtendienst und Vorbereitung

Sowjetische Aufklärung: Die Sowjets verfügten über ein gut ausgebautes Aufklärungsnetz, das wichtige Informationen über die deutschen Absichten lieferte. Der sowjetische Nachrichtendienst hatte verschiedene deutsche Kommunikationskanäle infiltriert und hatte Zugang zu einer breiten Palette von Informationen.
Dank ihrer effektiven Aufklärungs- und Spionagetätigkeit waren den Sowjets der allgemeine Zeitplan und die Ziele der Operation Zitadelle bekannt.

Beobachtung der deutschen Vorbereitungen: Der Aufbau der deutschen Streitkräfte in der Region blieb nicht unbemerkt. Die Sowjets beobachteten die Konzentration von deutschen Truppen, Panzern und Artillerie in Gebieten in der Nähe des Vorstoßes.
Sie entdeckten die Bewegungen wichtiger deutscher Einheiten wie der 9. Armee unter General Walter Model im Norden und der 4. Panzerarmee unter General Hermann Hoth im Süden.

Vorbereitung der Verteidigung: Mit diesen Informationen ausgestattet, errichteten die Sowjets tiefe Verteidigungslinien im Kursker Bogen. Sie errichteten tiefe Verteidigungsstellungen mit Schützengräben, Minenfelder, Panzerabwehrgräben und befestigte Stellungen.
Die Rote Armee war in der Lage, erhebliche Reserven anzuhäufen und ihre Kräfte strategisch zu positionieren, um die deutsche Offensive aufzufangen und zu kontern.

Der Beitrag des britischen Geheimdienstes

Ultra und Enigma: Die britischen Codebrecher in Bletchley Park spielten mit ihrem Ultra-Programm eine entscheidende Rolle beim Abfangen und Entschlüsseln der mit der Enigma-Maschine verschlüsselten deutschen Nachrichten.
Die Briten gaben entscheidende Informationen an die Sowjets weiter, die den Zeitplan und das Ausmaß der Operation Zitadelle enthüllten. Diese Informationen verstärkten die sowjetischen Vorbereitungen erheblich.

Zusammenarbeit und Koordinierung:
Zwischen den britischen und den sowjetischen Nachrichtendiensten gab es ein hohes Maß an Zusammenarbeit, die durch die Erfordernisse der Zusammenarbeit in Kriegszeiten gefördert wurde.
Der rechtzeitige Informationsfluss von den Briten zu den Sowjets verbesserte den allgemeinen Überblick über die Lage für das sowjetische Oberkommando und trug zu dessen Entscheidungsprozess bei.

Ablauf der Schlacht

Tiger der schweren Panzer-Abteilung 503
Tiger der schweren Panzer-Abteilung 503 im Juni 1943 beim Antransport zur Schlacht von Kursk.

Die deutsche Führung hatten zunächst geplant, an der Ostfront nach der Frühjahrs-Schneeschmelze anzugreifen, wenn das Gelände so weit ausgetrocknet war, dass die Panzertruppen sich richtig bewegen konnten, was wahrscheinlich etwa bis Mitte April dauert. Aus deutscher Sicht war je eher, umso besser und vor allem bevor die Rote Armee sich von ihrer Niederlage bei Charkow erholt hatte.

Der ursprüngliche Angriffsbefehl vom 13. März verlangte von Manstein, nach Norden in den Kursker Frontbogen loszuschlagen, während die Heeresgruppe Mitte, verstärkt durch Truppen aus dem geräumten Rschew-Frontbogen, nach Süden auf Kursk vorstoßen sollte. Anschließend sollte die Heeresgruppe Nord mit einer Offensive auf Leningrad beginnen, welche die sowjetischen Erfolge dort vom Januar wieder bereinigen und die Stadt endgültig nehmen sollte. Dies würde die deutsche Position im Baltikum und Finnland stärken, Schweden von jeglichem Eingreifen in den Krieg fernhalten und die gesamte nördliche Flanke sichern.

Der wichtigste Teil dieser Operationen war jedoch das Unternehmen Zitadelle, wie der Angriff auf Kursk bezeichnet wurde. Diese Offensive sollte die Initiative im Osten zurückgewinnen und damit die gesamte Ostfront stabilisieren. Dies sollte die Wehrmacht in die Lage versetzen, eine große mobile Reserve zu schaffen, welche sowjetische Offensiven im Osten ausschließen und jede Invasion im Westen während des Jahres 1943 zerschlagen konnte.

In den folgenden Wochen wurden weitere Offensivpläne erwogen, aber nicht angenommen. Nicht nur führten diese Besprechungen zu Verzögerungen, sondern auch die Wünsche von General (später Feldmarschall) Walter Model, dem Befehlshaber der deutschen 9. Armee südlich von Orel, dessen Hauptquartier und Stab durch die Räumung des Rschew-Frontbogens verfügbar geworden war. Da seine Armee den Angriff auf Kursk von Norden aus durchführen sollte, forderte Model wiederholt Aufschub, bis er seine Truppen ausreichend aufbauen konnte und wartete insbesondere auf eine wesentliche Zuteilung der neuen PzKpfw V Panther und Tiger-Panzer.

Trotz der Einwände anderer deutscher Befehlshaber, insbesondere von Manstein und Kluge, welche argumentierten, je länger das Unternehmen ‚Zitadelle‘ aufgeschoben werden würde, dieses umso riskanter wird und die Russen mehr Möglichkeiten erhielten sich darauf einzustellen, stand Hitler auf der Seite Models, einem seiner favorisierten Truppenbefehlshabern.
Angesichts zunehmender Zweifel unter seinen Militärs und eines zunehmenden schlechten Gefühls, was dazu riet, auf die ganze Offensive besser zu verzichten, beschloss Hitler trotzdem bis zum 19. Juni alles vorzubereiten. In der Ausführung des Angriffsbefehls vom 15. April hatte er deutlich gemacht, dass ‚der Sieg von Kursk auf die Welt die Wirkung einer Lektion haben muss‘. In dieser Vorhersage hatte er vollkommen recht, aber nicht in der Weise, wie er sich das gedacht hatte.

Die deutsche 9. Armee im Norden und die von Süden aus angreifende 4. Panzer-Armee und Armeeabteilung Kempf, waren mit Ersatz und neuen Waffen enorm verstärkt worden und erhielten auch kräftige Luftunterstützung. Rund 2.700 Panzer und Sturmgeschütze sollten für die nötige Wucht und 1.400 bis 1.800 Flugzeuge der deutschen Luftwaffe für Deckung und Luftunterstützung sorgen.
Die deutschen Truppen wurden zu einer großen Operation bereitgestellt, wenn auch das Ziel diesmal weitaus weniger ehrgeizig als 1941 oder 1942 war. Es sollte lediglich die Initiative zurückgewonnen und ein großer taktischer Sieg auf dem Schlachtfeld errungen werden – und nicht wie zuvor, der alles entscheidende Zusammenbruch der Sowjetunion erzwungen werden.

Tiger der 7. Panzer-Division, Kursk
Tiger werden bei der 7. Panzer-Division im Raum Bjelgorod für das Unternehmen Zitadelle (Schlacht von Kursk, Juli 1943) vorbereitet.

Die sowjetische Führung hatte nach erheblicher interner Debatte beschlossen, dass die Rote Armee auf den Nord- und Südabschnitten der offensichtlich verwundbaren Frontausbuchtung um Kursk die Verteidigungsstellungen auszubauen und auf die deutsche Offensive zu warten hat.
Ein großer Gegenschlag wurde jedoch schon weit zuvor geplant, um von Nordosten in die deutsche Frontausbuchtung um Orel im Norden des Kursker Bogens einzubrechen. Von hier aus wurde die nördliche deutsche Zangenbewegung erwartet. Anschließend sollte ebenfalls eine sowjetische Offensive im Süden folgen, um die erhoffte Niederlage der deutschen Sommeroffensive zu besiegeln.

Während sie auf den deutschen Schlag warteten, erhielten die Befehlshaber der Roten Armee sehr umfangreiche Verstärkungen, errichteten mehrere Verteidigungslinien in der Tiefe und trainierten ihre Einheiten, um gegen die deutschen Panzerangriffe bestehen zu können.
Rokossowskijs Zentralfront im Norden und Watutins Woronesch-Front im Süden von Kursk errichteten die stärksten Abwehrlinien, gegen die ein Angreifer seit dem Stellungskrieg an der Westfront von 1918 antreten musste. Beide Seiten hatten ihre Panzereinheiten für die größte Panzerschlacht der Geschichte kräftig verstärkt.

Am 4. Juli 1943 begannen vorbereitende Angriffe und am 5. Juli erfolgte die deutsche Hauptoffensive. Von Norden her begann die deutsche 9. Armee ihren Keil in die sowjetische Zentralfront zu treiben, während im Süden Mansteins Panzerverbände schon tief in die Verteidigungslinien der Woronesch-Front eindrangen. Beide Seiten schickten ihre Reserven in die Schlacht. Die Deutschen, um ihre angreifenden Speerspitzen zu nähren und die Russen, um ihre Verteidigungskräfte zu unterstützen, welche vernichtet oder zum Rückzug gezwungen worden waren.

Sturmgeschütz beim Angriff auf eine sowjetische Pak-Stellung
Ein deutsches Sturmgeschütz beim Angriff auf eine sowjetische Pak-Stellung bei Kursk.

In den nachfolgenden sechs Tagen kam es zu beispiellosen Kämpfen, da die Panzergefechte und das Feuer der Infanterie und Artillerie auf beiden Seiten gewaltige Verluste forderte. Die deutschen Truppen befanden sich zwar immer noch im Vormarsch – im Süden etwas kräftiger als im Norden – aber sie konnten angesichts des entschlossenen und wirksamen sowjetischen Widerstandes bei keinem der beiden Stoßkeile einen echten Durchbruch erzielen.
Es stellte sich heraus, dass die monatelange Verzögerung der Offensive wohl eher der Roten Armee als der Wehrmacht genutzt hatte, denn viele der angeblich entscheidenden neuen deutschen Panzertypen, wie der Panther, Elefant und auch noch der schon etwas länger im Einsatz befindliche Tiger, blieben mit Kinderkrankheiten liegen.

Prochorowka abgeschossener Churchill
SS-Hauptsturmführer Kaiser vom Panzergrenadier-Regiment ‚Der Führer‘ mit seinem Stab vor einem abgeschossen Churchill-Panzer der sowjetischen 5. Garde-Panzerarmee bei Prochorowka.

Am 11. Juli scheiterte der Gegenagriff der sowjetischen 5. Gardepanzerarmee bei Prochorowka im südlichen Frontabschnitt katastrophal. Um sich zu Rechtfertigen, behaupte der veramtwortliche sowjetische General, die Deutschen hätten 300 Panzer verloren, darunter viele der neuen Panther, Tiger und Elefant. Dieser Mythos ist immer nich in der russischen Geschichtsschreibung bis heute verfangen. Jedoch beliefen sich die deutschen Totalverluste an diesem Tag auf lediglich vier Panzer und 17 Schützenpanzer. Von der 5. Gardepanzerarmee wurden dagegen 196 Panzer vernichtet.

Bis zum 12. Juli blieb der nördliche Angriff schon fast liegen und Model wurde zu einer Abnutzungsschlacht gedrängt. Diese Form des Kampfes zehrte nun alle Reserven der Heeresgruppe Mitte auf und auf diesen Moment hatten die Russen gewartet.
Die Westfront im Norden und Brjansker Front im Nordosten von Orel begannen nun ihrerseits mit einer massiven sowjetischen Offensive direkt in den Rücken der angreifenden Armee von Model und drangen dabei schnell durch die ausgedünnten Linien der dort deckenden deutschen 2. Panzer-Armee vor.

Russische schwere Jagdpanzer/Sturmgeschütze vom Typ SU-152
Russische schwere Jagdpanzer/Sturmgeschütze vom Typ SU-152 überqueren einen Flußarm des Donez während der Schlacht von Kursk-Orel. Erstmals im Kampfeinsatz, wurden sie wegen ihrer Erfolge im Gefecht mit den neuen deutschen Panzern Tiger, Panther und Elefant Zwerrobol (‚Siegreiches Vieh‘) getauft.

Nun war die Heeresgruppe Mitte unter von Kluge dazu genötigt, die frischen Divisionen und Nachschub, welcher für Models Armee bestimmt war, umzuleiten, um den drohenden Zusammenbruch des gesamten deutschen Frontbogens um Orel zu verhindern. Darüber hinaus musste sogar die angreifenden 9. Armee selbst Kräfte abgeben, um an dem bedrohten Frontabschnitt eingesetzt zu werden. So war die nördliche Zange der deutschen Kesselbewegung faktisch zum Erliegen gekommen und sah sich bald selbst der Gefahr ausgesetzt, abgeschnitten zu werden.

Deutsche Panzer rollen auf Prochorowka vor
Deutsche Panzer rollen auf Prochorowka im Süden vor.

Die südliche Zange arbeitete sich aber immer noch gegen den extrem heftigen sowjetischen Widerstand vor und von Manstein wollte den Angriff eigentlich fortsetzen, aber diesmal beschloss Hitler am 13. Juli, dass Unternehmen ‚Zitadelle‘ abzubrechen. Der Orel-Frontbogen war gefährdet, die Armee von Model war nicht mehr in der Lage, weiter anzugreifen und musste sich stattdessen vermutlich in ihre Ausgangsstellungen zurückziehen. Dazu gab es Hinweise auf eine weitere sowjetische Offensive im Donezbecken.
Von den Angriffstruppen des südlichen Keils, mit denen von Manstein eigentlich weiter angreifen wollte, plante Hitler dagegen einige davon nach Italien zu schicken.
Denn zwischenzeitlich war am 10. Juli 1943 die Invasion der Westalliierten auf Sizilien erfolgt, wobei es offensichtlich zum Zusammenbruch des Großteils des italienischen Widerstandes kam. Daher mussten deutsche Divisionen von der Ostfront abgezogen werden, um eine neue Armee in Italien aufzubauen und sich darauf vorzubereiten, die Aufgaben der italienischen Besatzungstruppen auf dem Balkan zu übernehmen. Von nun an führte Deutschland tatsächlich einen vollständigen Mehrfrontenkrieg und nicht mehr praktisch nur Krieg an der Ostfront.

So wie die schweren Kämpfe an der Ostfront die Deutschen daran hinderten, einen Großteil ihrer Ressourcen für den Kampf gegen Großbritannien und den Vereinigten Staaten zu verwenden, so verringerte die Notwendigkeit, dass Deutschland große Zahlen an Truppen im Westen und Süden zurückbehält und die Industrie in der Heimat gegen alliierte Luftangriffe verteidigen muss, den Druck, den die Wehrmacht auf die Sowjetunion ausüben konnte.
Auf der anderen Seite konnten industriellen Kapazitäten und die materiellen und personellen Ressourcen, die für die neuen deutschen Panzer, welche in erster Linie für den Einsatz gegen die Rote Armee entwickelt wurden, nicht für den Bau von U-Booten zur Verstärkung der Schlacht am Atlantik eingesetzt werden. Gleichzeitig hielt der Massenbau von Hunderten von Unterseebooten für den Seekrieg die Deutschen davon ab, stattdessen tausende von zusätzlichen Panzern für die Schlachten an der Ostfront verfügbar zu haben.

T-34 mit Unterstützung von 76-m--Feldgeschützen
Sowjetosche T-34 mit Unterstützung von 76-mm-Feldgeschützen ‚Ratsch-Bum‘ im Gefecht bei Kursk-Orel.

Im nördlichen Teil der Kursker Front führte Model mit Zustimmung von Hitler nun eine elastische Verteidigung der Orel-Frontausbuchtung durch und bereitete dahinter eine verkürzte Linie, die ‚Hagen‘-Linie vor, in die ihn die Rote Armee bis Mitte August verdrängt hatte. In diesen vier Wochen wurde Orel von den Sowjets zurückerobert und die angeschlagene 2. Panzer- und 9. Armee zurückgedrängt.
Die neue deutsche Linie war nun zwar kürzer, aber die Verluste während der anfänglichen Offensive und dann in der Verteidigung gegen Rokossovskis Angriffe waren hoch.
Die Beharrlichkeit Hitlers, dass die Heeresgruppe Mitte Divisionen direkt nach Italien und zur Heeresgruppe Süd verlegt, um Divisionen zu ersetzen, die von dort nach Italien geschickt wurden, hatte es unmöglich gemacht, auch nur zu versuchen, die Orel-Frontausbuchtung zu halten.
Im Gegensatz zu späteren Verhaltensweisen war Hitler offensichtlich noch durchaus in der Lage, einen Rückzug durchzuführen, wenn er von Generälen dazu gedrängt wurde, denen er vertraute – und dieses Vorgehen war aufgrund strategischer Prioritäten in diesem Fall unbedingt erforderlich.

Pe-2 bei Kursk
Auf einem Feldflugplatz der Roten Luftwaffe östlich von Novosil werden während der Schlacht von Kursk (Juli 1943) Bomben für Sturzkampfbomber vom Typ Petljakow Pe-2 ausgeladen.

Als das sowjetische Vordringen und der deutsche Rückzug bei Orel weit fortgeschritten waren, hatte die sowjetische Offensive in das Donez-Becken begonnen, die schon vor ‚Zitadelle‘ geplant war und auch von Hitler erwartet wurde, als er die Offensive am 13. Juli abbrach.
Am 17. Juli griffen die Südwest- und Süd-Front die deutsche 1. Panzer-Armee und die neue 6. Armee im Donez-Gebiet an. Obwohl diese Operation in den verbleibenden zwei Juliwochen die Deutschen nicht wie von STAVKA erhofft aus dem Donezbecken vertrieb, machte sie erneute deutsche Angriffe im Süden unmöglich, verursachten schwere Verluste und zeigten, dass die Initiative sowohl im Sommer als auch im Winter endgültig auf die Rote Armee übergegangen war.
Weitere Offensiven wurden von den Sowjets im August begonnen, während die Rote Armee Orel befreite.

abgeschossener deutscher PzKpfw IV
Während der Schlacht von Kursk-Orel abgeschossener deutscher PzKpfw IV, davor die gefallene Besatzung.

Wesentlicher ist aber, daß die deutsche Armee bei der Schlacht von Kursk im Juli 1943 eine schwere Niederlage erlitten hatte. Die Wehrmacht hatte ihre besten Einheiten und modernsten Waffen gegen einen exponierten sowjetischen Frontvorsprung zum Einsatz gebracht und war mit schweren Verlusten zurückgeschlagen worden.
Natürlich waren auch die sowjetischen Verluste enorm, und das Schlachtfeld war noch jahrelang mit ausgebrannten deutschen und sowjetischen Panzern übersät, aber das Signal an die Welt, dass Hitler von einem Sieg in Kursk erwartet hatte, war tatsächlich gesendet worden – aber es war ein Signal für den Triumph der Roten Armee über die Wehrmacht in einem gigantischen, grausamen Kampf.

Die deutschen Verluste an Gefallenen, Verwundeten und Vermissten lagen bei 203.000 Mann. Die Verluste der Roten Armee werden von Historikern jedoch auf 1,2 Millionen Mann geschätzt, was ein Verhältnis von Eins zu Sechs ergibt. Schätzungsweise wurden 7.000 russische Panzer und Selbstfahrlafetten zerstört. Demgegenüber verlor die Wehrmacht etwa 1.200 Fahrzeuge. Die deutsche Luftwaffe büßte rund 650 Maschinen ein, die Rote Armee mindestens 3.000.

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Kriegsgliederung der deutschen Wehrmacht während der Panzerschlacht von Kursk am 7. Juli 1943.

Die Aufstellung und Verteilung der Divisionen der Wehrmacht und unterstellter Einheiten von Verbündeten zum Zeitpunkt der Panzerschlacht von Kursk und der alliierten Invasion von Sizilien im Hochsommer 1943.

deutscher Panzer überrollt russische Pak
Ein deutscher Panzer hat während der Panzerschlacht von Kursk eine russische Pak außer Gefecht gesetzt und überrollt.

Die Kriegsgliederung beinhaltet auch zerschlagene Divisionen (als Reste bezeichnet) sowie Divisionen in Aufstellung (vor allem im Süden, Westen und Südosten).
Als Festungs-Divisionen werden offiziell ‚bodenständige‘ Divisionen bezeichnet, die zur Verteidigung von Küstenabschnitten im Westen aufgestellt wurden und kaum mobil waren.
Luftwaffen-Felddivisionen wurden aus überzähligen Boden- und Flak-Personal der Luftwaffe aufgestellt, um das Feldheer zu verstärken, waren aber von geringer Kampfkraft, da ihre Soldaten und Offiziere nur wenig Erfahrung im Bodenkampf hatten.
Sicherungs-Divisionen wurden zur Bewachung und Verteidigung von Brücken, Eisenbahnlinien und anderen wichtigen Objekten gegen Partisanen verwendet.
Jäger-Divisionen waren leichte und mobile Einheiten für schwieriges Gelände und wurden vor allem zur aktiven Bekämpfung von Partisanen verwendet (noch eine interessante Randbemerkung zum Partisanen-Krieg, welche in diesen Zeitraum fällt: mit Befehl vom Juli 1943 wurden gefangengenommene Partisanen nun offiziell Kriegsgefangenen gleichgestellt und als Arbeiter im Reichsgebiet verwendet, und nicht mehr – wie zuvor üblich – hingerichtet).


Schematische Kriegsgliederung der deutschen Wehrmacht, Stand 7.7.1943

Heeres-Gruppe A:

Armee
Korps
Divisionen
in Russland auf der Krim und Kuban-Brückenkopf
Reserve
13. Panzer-Division (Teile)
Befehlshaber der Krim
Reserve
slowakische schnelle Division
rumänisches Gebirgs-Korps
4. rumänische Gebirgs-Division (Masse)
2. rumänische Gebirgs-Division
153. Feldausbildungs-Division
13. Panzer-Division (Teile)
355. Infanterie-Division
381. Feldausbildungs-Division (Reste)
Befehlshaber der Strasse von Kertsch
Kommandant von Kertsch
4. rumänische Gebirgs-Division (Teile)
5. Luftwaffen-Feld-Division
17. Armee
V. Korps (rumänisches Kavallerie-Korps unterstellt)
9. rumänische Kavallerie-Division
19. rumänische Infanterie-Division (Masse)
6. rumänische Kavallerie-Division (Reste)
4. Gebirgs-Division (Reste)
1. rumänische Gebirgs-Division
73. Infanterie-Division (Reste)
9. Infanterie-Division
XXXXIV. Korps
97. Jäger-Division
79. Infanterie-Division
101. Jäger-Division
19. rumänische Infanterie-Division (Teile)
3. rumänische Gebirgs-Division (Teile)
10. rumänische Infanterie-Division (Masse)
98. Infanterie-Division
125. Infanterie-Division (Masse)
XXXXIX. Gebirgs-Korps
370. Infanterie-Division
50. Infanterie-Division
125. Infanterie-Division (Teile)
3. rumänische Gebirgs-Division (Masse)
10. rumänische Gebirgs-Division (Teile)
13. Panzer-Division (Teile)

Heeres-Gruppe Süd:

Armee
Korps
Divisionen
in Süd-Russland
Reserve
24. rumänische Infanterie-Division
6. Armee
Reserve
16. Panzer-Grenadier-Division (Masse)
XXIX. Korps
16. Panzer-Grenadier-Division (Teile)
111. Infanterie-Division
15. Luftwaffen-Feld-Division
17. Infanterie-Division
336. Infanterie-Division
XVII. Korps
294. Infanterie-Division
306. Infanterie-Division
302. Infanterie-Division
IV. Korps
304. Infanterie-Division
3. Gebirgs-Division
335. Infanterie-Division
1. Panzer-Armee
Reserve XXIV. Panzer-Korps
23. Panzer-Division
17. Panzer-Division
5. SS-Panzer-Division Wiking
XXX. Korps
62. Infanterie-Division
38. Infanterie-Division
387. Infanterie-Division
XXXX. Panzer-Korps
333. Infanterie-Division
46. Infanterie-Division
257. Infanterie-Division
LVII. Panzer-Korps
15. Infanterie-Division
198. Infanterie-Division
328. Infanterie-Division
Armee-Abteilung Kempf
XXXXII. Korps
161. Infanterie-Division
39. Infanterie-Division
282. Infanterie-Division
XI. Korps
320. Infanterie-Division
106. Infanterie-Division
III. Panzer-Korps
7. Panzer-Division
19. Panzer-Division
6. Panzer-Division
168. Infanterie-Division
4. Panzer-Armee
II. SS-Panzer-Korps
3. SS-Panzer-Division Totenkopf
2. SS-Panzer-Division Das Reich
167. Infanterie-Division (Teile)
XXXXVIII. Panzer-Korps
167. Infanterie-Division (Masse)
11. Panzer-Division
Panzer-Grenadier-Division Grossdeutschland
3. Panzer-Division
LII. Korps
332. Infanterie-Division
255. Infanterie-Division
57. Infanterie-Division
Befehlshaber Heeres-Gruppe Süd
213. Sicherungs-Division
454. Sicherungs-Division
444. Sicherungs-Division

Heeres-Gruppe Mitte:

Armee
Korps
Divisionen
in Zentral-Russland
Reserven
5. Panzer-Division
8. Panzer-Division
236. Infanterie-Division (Teile)
83. Infanterie-Division
390. Feld-Ausbildungs-Division
391. Feld-Ausbildungs-Division
12. Panzer-Division
4. Panzer-Division
10. Panzer-Grenadier-Division
2. Armee
VII. Korps
68. Infanterie-Division
75. Infanterie-Division
26. Infanterie-Division
323. Infanterie-Division (Reste)
88. Infanterie-Division
XIII. Korps
327. Infanterie-Division
340. Infanterie-Division
377. Infanterie-Division (Reste)
82. Infanterie-Division
Befehlshaber 2. Armee
1. ungarische Sicherungs-Division
9. Armee
XX. Korps
251. Infanterie-Division
45. Infanterie-Division
137. Infanterie-Division
72. Infanterie-Division
XXXXVI. Panzer-Korps
102. Infanterie-Division
258. Infanterie-Division
7. Infanterie-Division
31. Infanterie-Division
XXXXVII. Panzer-Korps
20. Panzer-Division
2. Panzer-Division
6. Infanterie-Division
9. Panzer-Division
XXIII. Korps
78. Infanterie-Division
216. Infanterie-Division
383. Infanterie-Division
36. Infanterie-Division (Teile)
2. Panzer-Armee
Reserve
112. Infanterie-Division
707. Infanterie-Division
XXXV. Korps
299. Infanterie-Division
56. Infanterie-Division
262. Infanterie-Division
34. Infanterie-Division
LIII. Korps
208. Infanterie-Division
221. Sicherungs-Division (Teile)
25. Panzer-Grenadier-Division
211. Infanterie-Division
293. Infanterie-Division
LV. Korps
134. Infanterie-Division
110. Infanterie-Division
296. Infanterie-Division
339. Infanterie-Division
4. Armee
Reserve
183. Infanterie-Division
253. Infanterie-Division
LVI. Panzer-Korps
131. Infanterie-Division
14. Infanterie-Division
321. Infanterie-Division
XII. Korps
267. Infanterie-Division
260. Infanterie-Division
268. Infanterie-Division
IX. Korps
342. Infanterie-Division
252. Infanterie-Division
35. Infanterie-Division
XXXIX. Panzer-Korps
337. Infanterie-Division
95. Infanterie-Division
129. Infanterie-Division
XXVII. Korps
246. Infanterie-Division
197. Infanterie-Division
256. Infanterie-Division
52. Infanterie-Division
3. Panzer-Armee
Reserve
201. Sicherungs-Division
VI. Korps
206. Infanterie-Division
330. Infanterie-Division
87. Infanterie-Division
II. Luftwaffen-Feld-Korps
4. Luftwaffen-Feld-Division
3. Luftwaffen-Feld-Division
6. Luftwaffen-Feld-Division
2. Luftwaffen-Feld-Division
LIX. Korps
263. Infanterie-Division
291. Infanterie-Division
XXXXIII. Korps
20. Panzer-Grenadier-Division
205. Infanterie-Division
Befehlshaber der Heeres-Gruppe Mitte
ungarisches VIII. Armee-Korps
105. ungarische leichte Division
102. ungarische leichte Division
201. ungarische Sicherungs-Division
108. ungarische leichte Division
Befehlshaber der Heeresgruppe Mitte
286. Sicherungs-Division
221. Sicherungs-Division (Masse)
203. Sicherungs-Division

Heeres-Gruppe Nord:

Armee
Korps
Divisionen
in Nord-Russland
Reserve
18. Panzer-Grenadier-Division
223. Infanterie-Division
388. Feld-Ausbildungs-Division
16. Armee
II. Korps
331. Infanterie-Division
12. Infanterie-Division
218. Infanterie-Division
123. Infanterie-Division
93. Infanterie-Division
VIII. Korps
21. Luftwaffen-Feld-Division
122. Infanterie-Division
32. Infanterie-Division
X. Korps
5. Jäger-Division
30. Infanterie-Division
8. Jäger-Division
126. Infanterie-Division
329. Infanterie-Division
18. Armee
Reserve
121. Infanterie-Division
28. Jäger-Division
XXXVIII. Korps
1. Luftwaffen-Feld-Division
717. Infanterie-Division
lettische SS-Freiwilligen-Brigade
I. Korps
13. Luftwaffen-Feld-Division
227. Infanterie-Division
XXVIII. Korps
96. Infanterie-Division
61. Infanterie-Division
81. Infanterie-Division
12. Luftwaffen-Feld-Division
225. Infanterie-Division
132. Infanterie-Division
XXVI. Korps
212. Infanterie-Division
1. Infanterie-Division
11. Infanterie-Division
69. Infanterie-Division
290. Infanterie-Division
23. Infanterie-Division
5. Gebirgs-Division
LIV. Korps
21. Infanterie-Division
24. Infanterie-Division
254. Infanterie-Division
58. Infanterie-Division
L. Korps
250. spanische Infanterie-Division
170. Infanterie-Division
215. Infanterie-Division
III. Luftwaffen-Feld-Korps
9. Luftwaffen-Feld-Division
10. Luftwaffen-Feld-Division
Befehlshaber der Heeres-Gruppe Nord
207. Sicherungs-Division
281. Sicherungs-Division
285. Sicherungs-Division

dem OKW unterstellt:

Armee
Korps
Divisionen
in Norwegen, Lappland und Finnland
20. Gebirgs-Armee
XVIII. Gebirgs-Korps
SS-Gebirgs-Division Nord
7. Gebirgs-Division
Gebirgs-Polizei-Regiment 18
XXXVI. Gebirgs-Korps
169. Infanterie-Division
163. Infanterie-Division
XIX. Gebirgs-Korps
2. Gebirgs-Division
6. Gebirgs-Division
210. Infanterie-Division
+ 4 Infanterie-Regimenter
AOK Norwegen
Reserve
25. Panzer-Division
196. Infanterie-Division
274. Festungs-Division in Aufstellung)
LXXI. Korps
230. Infanterie-Division
270. Infanterie-Division
199. Infanterie-Division
XXXIII. Korps
14. Luftwaffen-Feld-Division
702. Infanterie-Division
181. Infanterie-Division
LXX. Korps
269. Infanterie-Division
280. Infanterie-Division
710. Infanterie-Division
(dem OKW unterstellt)
Befehlshaber der deutschen Truppen in Dänemark
416. Infanterie-Division
71. Infanterie-Division (in Aufstellung)
20. Luftwaffen-Feld-Division (in Aufstellung)

Heeresgruppe D, Oberbefehlshaber West:

Armee
Korps
Divisionen
in Frankreich, Belgien und Niederlande
Reserve
21. Panzer-Division (in Aufstellung)
26. Panzer-Division
1. Fallschirmjäger-Division
2. Fallschirmjäger-Division
264. Festungs-Division (in Aufstellung)
325. Sicherungs-Division
148. Reserve-Infanterie-Division
189. Reserve-Infanterie-Division
159. Reserve-Infanterie-Division
157. Reserve-Infanterie-Division
165. Reserve-Infanterie-Division
182. Reserve-Infanterie-Division
Wehrmachts-Befehlshaber Niederlande
Reserve
376. Infanterie-Division (in Aufstellung)
LXXXVIII. Korps
347. Festungs-Division
16. Luftwaffen-Festungs-Division
719. Festungs-Division
15. Armee (Raum Calais)
Reserve
65. Infanterie-Division
305. Infanterie-Division
24. Panzer-Division (in Aufstellung)
9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen (in Aufstellung)
LXXXIX. Korps
19. Luftwaffen-Festungs-Division
712. Festungs-Division
171. Reserve-Infanterie-Division
LXXXII. Korps
18. Luftwaffen-Festungs-Division
156. Reserve-Infanterie-Division
191. Reserve-Infanterie-Division
LXXXI. Korps
348. Festungs-Division
17. Luftwaffen-Festungs-Division
71. Festungs-Division
7. Armee (Normandie und Bretagne)
Reserve
76. Infanterie-Division
94. Infanterie-Division
113. Infanterie-Division
371. Infanterie-Division
389. Infanterie-Division (in Aufstellung)
LXXXIV. Korps
716. Festungs-Division
709. Festungs-Division
319. Festungs-Division
LXXXVII. Korps
346. Festungs-Division
343. Festungs-Division
XXV. Korps
384. Infanterie-Division
1. Armee (in Südwest-Frankreich)
Reserve
334. Infanterie-Division (in Aufstellung)
14. Panzer-Division (in Aufstellung)
10. SS-Panzer-Division Karl der Grosse (in Aufstellung)
LXXX. Korps
158. Reserve-Infanterie-Division
708. Festungs-Division
LXXXVI. Korps
344. Festungs-Division
Armee-Gruppe Felber (Süd-Frankreich)
Reserve
Panzer-Grenadier-Division Feldherrnhalle (in Aufstellung)
LXXXIII. Korps
326. Festungs-Division
388. Festungs-Division
356. Festungs-Division
715. Infanterie-Division

Heeresgruppe E, Oberbefehlshaber Südost:

Armee
Korps
Divisionen
auf dem Balkan
Reserve
Sturm-Division Rhodos (in Aufstellung)
Befehlshaber der deutschen Truppen in Kroatien
100. Jäger-Division (in Aufstellung)
114. Jäger-Division
118. Jäger-Division
7.SS-Freiwilligen-Gebirgs-Division Prinz Eugen
369. kroatische Infanterie-Division
373. kroatische Infanterie-Division
187. Reserve-Infanterie-Division
Kommandierende General und Befehlshaber in Serbien
297. Infanterie-Division (in Aufstellung)
7. bulgarische Infanterie-Division
9. bulgarische Infanterie-Division
21. bulgarische Infanterie-Division
Befehlshaber Saloniki und Ägäis
1. Gebirgs-Division
Befehlshaber Süd-Griechenland
11. Luftwaffen-Feld-Division
104. Jäger-Division
LXVIII. Korps
1. Panzer-Division
117. Jäger-Division
Kommandant Festung Kreta
Festungs-Brigade Kreta
22. Infanterie-Division
italienische Infanterie-Division Sienna

Oberbefehlshaber Süd:

Armee
Korps
Divisionen
auf Sizilien, Korsika, Sardinien und in Süd-Italien
(nominell dem italienischen Commando Supremo unterstellt)
XIV. Panzer-Korps
Panzer-Division Herman Göring
16. Panzer-Division
29. Panzer-Grenadier-Division
SS-Sturm-Brigade
15. Panzer-Grenadier-Division (in Aufstellung)
90. Panzer-Grenadier-Division (in Aufstellung)
3. Panzer-Grenadier-Division (in Aufstellung)

Ersatzheer und Chef der Heeres-Rüstung (Divisionen in Aufstellung):
265. Festungs-Infanterie-Division
266. Festungs-Infanterie-Division
295. Infanterie-Division
sowie weitere 11 Infanterie-Divisionen, 1 Jäger-Division, 3 Panzer-Divisionen, 5 Panzer-Grenadier-Divisionen als Neuaufstellungen.


Zahlenmäßige Übersicht der vollständig aufgestellten und einsatzbereiten Divisionen der deutschen Wehrmacht, Waffen-SS, Luftwaffe und von unterstellten Verbündeten:

PzPzGrenInfJägGebSichLwVerb
Heeres-Gruppe A1-821-19
Heeres-Gruppe Süd12127-1311
Heeres-Gruppe Mitte8 3,560--445
Heeres-Gruppe Nord-1323136 1,5
Norwegen, Finnland 1- 13 2/3- 4 2/3- 1 1/3 -
OB West1124--16-
OB Südost1- 1,5 42-16
OB Süd1 2,5 ----1-
Dänemark--1---1-
Insgesamt259167 1/399 2/31122 1/3 22,5

Pz = Panzer; PzGren = Panzergrenadier; Inf = Infanterie; Jäg = Jäger, Geb = Gebirgsjäger; Sich = Sicherungs-Div; Lw = Luftwaffen-Div (Luftlande-, Fallschirmjäger-, Luftwaffen-Feld); Verb = unterstellte Divisionen der Verbündeten


Panzerkampfwagen

Bekannte Stückzahlen von Panzerkampfwagen bei den Heeresgruppen Süd und Mitte an der Ostfront zu Beginn der Panzerschlacht von Kursk (Juli 1943):

Typ
Bestand
141
432 (+49 auf Sizilien)
PzKpfw III N mit 7,5-cm-Kanone L/24 155
PzKpfw III (Flammenwerfer)
41
PzKpfw IV (B-F1) mit kurzer 7,5-cm-Kanone L/24
60 (an der gesamten Ostfront)
PzKpfw IV (F2-H) mit langer 7,5-cm-Kanone
841
Sturmgeschütz StuG III (B-E) mit kurzer 7,5-cm-Kanone L/24
37

Gesamtbestand an Panzerkampfwagen am 1.1.1943:

Typ
Bestand
997
287
PzKpfw III
2.944
1.077
65
Panzer-Befehlswagen
278
Sturmgeschütz StuG III
1.140
Stu.Haub III (10,5cm L/28)
9
Marder u.ä. (7,5 und 7,62-cm-Pak)
1.124
GESAMT
7.927

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Quellenangaben und Literatur

Krieg der Panzer (Piekalkiewicz)
A World at Arms – A Global History of World War II (Gerhard L. Weinberg)
Der 2. Weltkrieg (C. Bertelsmann Verlag)
Der Grosse Atlas zum II. Weltkrieg (Peter Young)
Zweiter Weltkrieg in Bildern (Mathias Färber)
Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht, Band 1-8 (Percy E. Schramm)
Kraftfahrzeuge und Panzer der Reichswehr, Wehrmacht und Bundeswehr (Werner Oswald)
Encyclopedia of German Tanks of World War Two (P.Chamberlain, H.L.Doyle)

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