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Waffen-SS Divisionen
Kriegsgliederung der 26. (Ungarn) bis 38. (Nibelungen) Division

Waffen-SS Divisionen 26-38

Einige der auf dieser Seite aufgelisteten Waffen-SS-Divisionen bestanden letztlich nur auf dem Papier, da die Befehle zu ihrer Aufstellung selten mit der noch zur Verfügung stehenden Zeit und den noch vorhandenem Personalbestand in Einklang standen. Einige der als 'Divisionen' bezeichnete Verbände waren eigentlich nur Brigaden, Regimenter und manchmal nicht mehr als ein paar hundert schlecht ausgerüstete Männer, zusammengewürfelt aus sogenannten Volksdeutschen (Bewohner des Balkans oder Baltikums mit deutschen Wurzeln) und anderen Ausländern, welche noch durch Mitglieder aufgelöster Waffen-SS-Ausbildungsschulen verstärkt waren.

Division
Aufstellung (als Division)
Ende
Infanterie-Stärke
Panzer-Ausstattung
Besonderes
26. Waffen-Grenadier-Division der SS Ungarn (ungarische Nr.2) Aufstellung im März 1945 befohlen. niemals wirklich fertiggestellt, existierte nur auf dem Papier.

3 schwache motorisierte Infanterie-Regimenter

SS-Panzer-Brigade 49 niemals vollständig aufgestellt, existierte nur auf dem Papier. Existierte als Kampfeinheit nur auf dem Papier.
27. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division Langemarck (flämische Nr.1)
Rekrutierungsplakat für SS-Brigade Langemarck

Legion im Mai 1943 als Brigade reorganisiert und ab September 1944 als Division bezeichnet.

Überlebende gingen am 5. Mai 1945 in britische Kriegsgefangenschaft in Schleswig-Holstein.

1943 mit 2, 1944 mit 3, 1945 mit 1 motorisierten Infanterie-Regiment.

1943/44 mit 14 StuG III und StuG IV, 10 Marder Pak-Selbstfahr-lafetten. Insg. 24 Panzer.
1945 insg. 10 Panzerjäger Hetzer.

Flämische und einige finnische Freiwillige. Fast vollständig vernichtet an der Oder-Front im April und Mai 1945.

28. SS-Freiwilligen-Panzer-Grenadier-Division Wallonien
Degrelle von der SS Brigade Wallonien besucht belgische Rüstungsarbeiter in Berlin

Wallonische Legion im Juni 1943 vom Heer an die Waffen-SS abgegeben, wurde seit Oktober 1944 als Division bezeichnet.

Die meisten Angehörigen der Division wurden mit Hilfe von Pässen, welche Degrelle organisiert hatte, Ende April 1945 von der Ostfront nach Dänemark evakuiert. Später kamen sie in britische Kriegs-gefangenschaft.

1 motorisiertes Infanterie-Regiment (3 ab Oktober 1944, jedoch dann auch französische, belgische und spanische Freiwillige dabei).

1943 mit 10 StuG III und StuG IV, 12 Marder Pak-Selbstfahr-lafetten. Insg. 22 Panzer.
Sommer 1944: 14 StuG IV, 4 StuH 10,5cm. Insg. 18 Panzer.
1945 insg. 10 Jagdpanzer IV.

Diie Wallonische Brigade war im Januar 1944 nur 2.000 Mann stark. Wallonische und später auch belgische Freiwillige unter dem Kommando von Leon Degrelle. Nach dem Krieg floh er über Norwegen nach Spanien, wo er für Jahre ein öffentliches Leben führte.
Höchste Kampfleistungen.

29. Waffen-Grenadier-Division der SS (russische Nr.1)
Maschinengewehrschütze der SS mit Unterstützung durch ein Sturmgeschütz während des Warschauer Aufstandes 1944

'Bande' unter Bratislaw Kaminski, zur Waffen-SS Ende 1943 übernommen. Spätere als 'Division' bezeichnet.

Nach dem Abzug vom Warschauer Aufstand (August 1944) wurde Kaminski unter ungeklärten Umständen erschossen und seine 'Division' aufgelöst. Die Waffen-SS-Nr. 29 wurde von der italienischen Nr.1 übernommen (siehe nächste Division).

Bande von 6.500 Mann mit erbeuteter sowjetischer Artillerie.

einige erbeutete sowjetische Panzer-fahrzeuge.

Zumeist Ukrainer, weitverbreitete Kriegsverbrechen hinter der Heeresgruppe Mitte. Während des Warschauer Aufstandes ermordeten sie an einem Tag 10.000 polnische Zivilisten und wurden abgezogen.

29. Waffen-Grenadier-Division der SS
(italienische Nr.1)

Italienische, faschistische Sicherungstruppe Milizia Armata, zur Waffen-SS im September 1944 übernommen.

Einzelheiten nicht bekannt. Die Teileinheiten wurden weit verstreut eingesetzt.
-

Einsätze gegen Partisanen in Italien, auch einige Zusammenstöße mit alliierten Streitkräften.

30. Waffen-Grenadier-Division der SS
(russische Nr.2)

Aufgestellt im Juli 1944. Wurde eine Division der Waffen-SS im August 1944.

Aufgelöst und Überlebende im November 1944 zur Wlassow-Armee ROA überstellt.

3 Infanterie-Regimenter (Oktober 1944).

-

Aufgestellt aus abtrünnigen russischen Sicherheitskräften. Sicherungsaufgaben in Ostfrankreich, einige Gefechte mit alliierten Streitkräften.

31. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division Böhmen-Mähren

Aufgestellt in Ungarn und der Slowakei im Oktober 1944.

Zerstört bei Königgrätz (Tschechei) im Mai 1945.

?
(weit unter Divisions-stärke)

-

Mischung aus Ausländern und Volksdeutschen, einige Offiziere und Unteroffiziere von der früheren 23. Waffen-Gebirgs-Div. Kama.

32. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division 30.Januar

Aufgestellt am 30. Januar 1945 (Tag der Machtübernahme Hitlers 1933, daher der Divisionsname) in der Kurmark.

Schwere Verluste, nur etwa 150 Überlebende erreichten die west-alliierte Kriegsgefangenschaft bei Tangermünde im Mai 1945.

3 teilweise motorisierte Infanterie-Regimenter (jedes mit nur 2 Bataillonen), 1 Füsilier-Bataillon.

Sturmgeschütz-Abteilung mit 22 Hetzer.
Insg. 22 Panzer.

Zu Beginn wurde nur eine Kampfgruppe aus Versprengten verschiedener Einheiten und Soldaten und Rekruten aus verschiedenen SS-Ausbilldungsschulen für den sofortigen Einsatz bei Frankfurt/Oder gebildet. Anschließend zur Division ausgebaut.

33. Waffen-Kavallerie-Division der SS
(ungarische Nr.3)

Aufgestellt 1944/45 in Ungarn.

Zerstört in Budapest im Februar 1945.

?
(weit unter Divisions-stärke)

-

Hastig zusammengestellte, weitgehend ungarische Kavallerie-Einheit.

33. Waffen-Grenadier-Division der SS Charlemagne
(französische Nr.1)
Französische Soldaten mit Unterstützung von Panzer IV nördliche der Pripjet-Sümpfe an der Ostfront im Winter 1943/44

Die Französische Freiwilligen-Legion wurde vom Heer an die Waffen-SS im August 1943 abgegeben. Am 10. Februar 1945 wurde sie zur Division umbenannt.

Teile wurden im März 1945 aus der FestungKolberg nach Wollin evakuiert. Eine Kampfgruppe verteidigte das Berliner Regierungsviertel, wo sie aufgerieben wurde.

1 motorisiertes Infanterie-Regiment (mit 3 Bataillonen), 1945 ein zweites Infanterie-Regiment (ursprünglich das 638. französische Regiment).

Pak-Selbstfahr-lafetten waren in der Panzerjäger-Kompanie vorhanden.

Aufgestellt mit französischen Freiwilligen und aus anderen westeuropäischen Nationen. Beinhaltete auch ehemalige Französische Fremdenlegionäre. Erreichte nicht mehr Divisionsstärke. Hohe Kampfleistungen.

34. SS-Grenadier-Division Landstorm Nederland
(Holländisch)

Im Frühjahr 1943 in Holland aufgestellt, im September 1944 zur Waffen-SS transferiert.

Kapitulierte im Mai 1945 gegenüber den Briten.

2 Infanterie-Regimenter (erreichte niemals Divisions-stärke).

-

Ursprünglich als Sicherungseinheit mit holländischen Freiwilligen und deutschen Polizei-Offizieren aufgestellt.
Kampfeinsatz bei Arnheim, später Einsätze gegen Widerstandsgruppen in Holland.

35. SS-Polizei-Grenadier-Division

Gegründet im Februar 1945.

Kapitulierte gegenüber der Roten Armee im Kessel von Halbe, Mai 1945.

3 Polizei-Infanterie-Regimenter.

-

Aufgestellt mit Personal der Polizeischule Dresden und der SS-Junkerschule Braunschweig für den Einsatz an der Neisse-Front.

36. Waffen-Grenadier-Division der SS
Juden eregeben sich SS-Truppen während des Aufstandes im Warschauer Ghetto (1943)

Formiert 1940 als ein schwaches Battailon (Strafeinheit). Zwischen 1942-1944 ständig erweitert bis zur Brigaden-Größe und letztlich als Division bezeichnet.

Die Einheit wurde von der Roten Armee am 29. April 1945 südöstlich von Berlin massakriert. Ihr langjähriger Kommandant Dirlewanger (war im Februar 1945 verwundet worden) starb auf mysteriöse Weise in der Haft im Juni 1945.

Etwa 4.000 'Metzger' im Sommer 1944.

-

Befehlshaber Dirlewanger war vor dem Krieg wegen Sexualverbrechen inhaftiert. Das Personal wurde aus deutschen Strafanstalten, Konzentrationslagern, SS-Militärgefängnissen und sonstigen menschlichen 'Jauchegruben' rekrutiert. Skandalöse Kriegsverbrechen, aber Dirlewanger, welcher persönlich in die schrecklichsten Gräueltaten verwickelt war, wurde immer wieder von Himmler gedeckt.

37. SS-Freiwilligen-Kavallerie-Division Lützow

Formiert bei Pressburg im Februar und März 1945.

Kapitulierte gegenüber der US Army in Österreich.

2 Kavallerie-Regimenter
-

Gebildet nach dem Fall von Budapest aus den Überlebenden der 8. und 22.SS-Kavallerie-Divisionen und anderen Versprengten, einschließlich Ungarn der Hoved Division. Hohe Kampfleistungen seit März 1945.

38. SS-Grenadier-Division Nibelungen

Aufgestellt am 28. März 1945 bei Freiburg. Division wurde noch während der Aufstellung gezwungen, sich nach Bayern zurückzuziehen.

Kapitulierte bei Reit im Winkel (Österreich) am 4 und 5. Mai 1945.

1 motorisiertes Infanterie-Regiment (3 Bataillone, da nur 2.700 Mann fertig ausgebildete Kampftruppen Anfang April 1945 einsatzbereit waren)

 

2 Panzer-Kompanien (gemischte Ausstattung aus verschiedenen Panzer- und Sturmgeschütz-Typen). Insg. etwa 28 Panzer.

Personal stammt von SS-Junker und Infanterie Schule Bad Tölz, Himmler's Leibwachen-Bataillon, 8.000 17 Jahre alten Jungendlichen oder 16-jährigen Freiwilligen, sowie dem deutschen Rahmenpersonal der aufgelösten 30. (russischen) Waffen-SS Division.


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