Norwegische Streitkräfte 1940

Stärke, Organisation und Uniformen der Armee, Luftwaffe und Marine von Norwegen im April 1940 beim Unternehmen Weserübung.

drei aus Norwegen evakuierte alliierte Soldaten
Drei aus Norwegen evakuierte alliierte Soldaten: ein französischer Chasseur Alpin (Gebirgsjäger), ein englischer Infanterist und ein norwegischer Offizier.

Die norwegischen Streitkräfte im Jahr 1940

1940, zu Beginn des Zweiten Weltkriegs, waren die norwegischen Streitkräfte relativ klein und schlecht auf die deutsche Invasion vorbereitet, die am 9. April 1940 begann. Das norwegische Militär bestand aus den folgenden Teilstreitkräften:

Heer (Hæren): Das norwegische Heer hatte etwa 15.000 aktive Soldaten und eine Mobilisierungskapazität von etwa 100.000 Mann. Der Armee fehlte es jedoch an moderner Ausrüstung und sie war nur begrenzt ausgebildet.

Marine (Sjøforsvaret): Die königlich-norwegische Marine verfügte über eine Flotte von rund 50 Schiffen, darunter vier Küstenpanzerschiffe, neun Zerstörer und mehrere U-Boote. Die Marine war für die Verteidigung der ausgedehnten norwegischen Küstenlinie zuständig.

Luftwaffe (Luftforsvaret): Die königlich-norwegische Luftwaffe wurde erst 1944 im Exil als eigenständige Waffengattung gegründet. Im Jahr 1940 verfügte die Luftwaffe über etwa 150 Flugzeuge, zumeist veraltete Modelle, und hatte nur begrenzte Einsatzfähigkeiten.

Obwohl sie zahlenmäßig und waffentechnisch unterlegen waren, leisteten die norwegischen Streitkräfte Widerstand gegen die deutsche Invasion. Zu den wichtigsten Ereignissen gehören:

– Die Versenkung des deutschen schweren Kreuzers Blücher im Oslofjord durch die norwegische Küstenverteidigung.
– Die Schlachten um Narvik, wo norwegische und alliierte Streitkräfte gegen die Deutschen um die Kontrolle der strategisch wichtigen Hafenstadt kämpften.
– Der Feldzug in Norwegen, der vom 9. April bis zum 10. Juni 1940 dauerte, bevor die norwegische Regierung ins Exil ging und das Land von Nazi-Deutschland besetzt wurde.

Viele norwegische Soldaten und Militärangehörige kämpften während des Krieges weiter an der Seite der Alliierten, sowohl im Exil als auch als Teil der Widerstandsbewegung im besetzten Norwegen.

Norwegische Armee

norwegischer Brigadekommandeur kapituliert
Ein norwegischer Brigadekommandeur unterzeichnet die Kapitulation seiner Einheit.

Nach mehr als einhundert Jahren des Friedens verfügte Norwegen 1939 über kein stehendes Heer und die Regierung war der Auffassung, dass eine wirksame Verteidigung des Landes gegen eine Großmacht sowieso unmöglich war.
Der russische Angriff auf Finnland im November 1939 war jedoch ein schwerer Schock und während des Winters wurde eine beträchtliche norwegische Streitmacht im Norden des Landes zusammengezogen. Nachdem Russland jedoch einen Waffenstillstand mit Finnland im März 1940 vereinbart hatte, wurde diese Streitmacht wieder aufgelöst.

Bei der deutschen Invasion am 9. April war die norwegische Armee daher nur teilweise mobilisiert und befand sich in Mitten der Ausbildung neuer Rekruten.

Die Deutschen hatten gehofft, durch Unterstützung des norwegischen Verteidigungsministers Quisling, Norwegen beim Unternehmen Weserübung ebenso wie Dänemark weitgehend friedlich zu besetzten. Aber König Haakon VII. war von Natur aus ein starrköpfiger Mensch und zusammen mit der Regierung entschlossen, Widerstand bis zum Letzten zu leisten.
So sinkt noch am selben Tag der deutsche Schwere Kreuzer Blücher unter dem Feuer norwegischer Küstenbatterien im Oslofjord. Trotzdem gelingt es den deutschen Truppen in Kristiansand, Stavanger, Bergen, Trondheim und Narvik anzulanden und die Städte unter Kontrolle zu bringen.

Doch trotz dieser Nachteile lieferte Norwegen einen hartnäckigen Kampf und es dauerte zwei Monate, bevor das Land völlig besetzt war und die eingreifenden englischen, französischen und polnischen Truppen vertrieben waren.
Bis Anfang Mai 1940 hatten die deutschen Truppen ganz Süd- und Mittelnorwegen unter Kontrolle gebracht. Die norwegische Regierung kapitulierte schließlich am 9. Juni 1940.
Noch bis zum 10. Juni hielten sich Teile der norwegischen Armee, nachdem die Alliierten die Stadt Narvik schon Ende Mai aufgegeben hatten und der König mit der Regierung nach Großbritannien geflohen war.

Trotz der erbitterten Kämpfe waren die Opfer verhältnismäßig gering, die Norweger verloren 1.335 Tote und Verwundete. Kleineren Kontingenten von Norwegern gelang die Flucht nach England, während andere die Grenze nach Schweden überschritten.

Karte der deutschen Invasion von Norwegen
Karte vom Krieg im Norwegen von April bis Juni 1940. Die Standorte der norwegischen Divisionen zum Zeitpunkt der deutschen Invasion sind in blauer Farbe eingetragen.

König Haakon VII. war der Oberbefehlshaber einer weitgehend territorial strukturierten Armee, welche nach voller Mobilisation etwa 100.000 Mann stark war. Eine kleine Gruppe von professionellen Offizieren und Unteroffizieren waren für die Organisation der Armee und für die Ausbildung von Rekruten verantwortlich.
Das Land war in sechs Militärbezirke eingeteilt, mit Hauptquartieren in Halden, Oslo, Kristiansand, Bergen, Trondheim und Harstadt. Jeder Bezirk sollte im Ernstfall ursprünglich eine Brigade ins Feld schicken, welche später zu einer Division sowie Garnisons- und Reservetruppen ausgebaut werden sollte.

Eine Infanterie-Division bestand aus dem Stab, zwei oder drei Infanterie-Regimentern und entweder ein Feldartillerie-Regiment oder ein Gebirgsartillerie-Bataillon.
Die 2. Infanterie-Division in Oslo beinhaltete die Königliche Garde und ein Kavallerie-Regiment. Die 5. und 6. Infanterie-Division hatten darüber hinaus ein Pionier- und ein Flugabwehr-Bataillon.

Ein Infanterie-Regiment hatte eine Sollstärke von 3.750 Mann und war mit dem Krag-Joergensen M1894 Gewehr bewaffnet. Einige Regimenter hatten ein Fahrrad-Bataillon als Aufklärungseinheit, welches im Winter als Ski-Bataillon eingesetzt wurde.
Die Unterstützungswaffen bestanden aus 96 leichten Maschinengewehren vom Typ 6,5-mm Madsen, 36 schweren Maschinengewehren Colt-Browning M29 und 8 schweren Granatwerfern.

Norwegen Uniformierte
Dieses Foto des Großvaters des Autors stammt vermutllich aus der Besatzungszeit von Norwegen und zeigt Angehörige einer uniformierten Truppe (Polizei, Nasjonal Samling, norwegische Freiwillige oder para-militärische Einheit?). Vielleicht weiß ja ein Leser genaueres zu ihrer Herkunft ?

Die Feldartillerie-Regimenter bestanden aus drei Bataillonen mit drei Batterien zu je vier Geschützen. Das erste und zweite Bataillon waren mit den 120 mm Kongsberg-Feldhaubitzen ausgerüstet, während das dritte Bataillon als Reserve diente und über drei Batterien mit 75mm M1901-Ehrhardt Feldkanonen verfügte. Alle Artilleriegeschütze wurden durch Pferdegespanne gezogen.

Das Flugabwehr-Regiment war motorisiert und mit schweren 20-mm-Madsen-Maschinengewehren und 75 mm M1932-Kongsberg-Flak-Gechützen ausgerüstet.


Stärke und Ausrüstung der norwegischen Divisionen:

Infanterie-Division
Zahl der Verbände6
Infanterie-Regimenter 2-3 (jedes mit 3.750 Mann)
Gesamtstärke?
Maschinengewehre 264-396 (192-288 x leichte 6,5-mm Madsen, 72-108 x schwere Colt-Browning M29)
Granatwerfer 16-24 (schwere)
Artillerie 24-36 (16-24 x Kongsberg 120mm-Feldhaubitzen, 12 x Ehrhardt 75mm M1901 Feldgeschütze)
Flugabwehr-Kanonen ? (Madsen 20mm schwere Fla-MG's, Kongsberg 75mm M1932 Flak)


Uniformen der norwegischen Armee

Leutnant, Unteroffizier norwegische Armee 1940
Leutnant (links) und Unteroffizier der norwegischen Armee 1940.

Die grau-grüne Uniform der norwegischen Armee war ursprünglich 1912 eingeführt worden. Die Uniform war höchst standardisiert und die gleiche für alle Ränge.
Die grundsätzliche Uniform für Offiziere und andere Ränge ist in der Abbildung dargestellt, aber zudem gab es noch eine Seitenkappe mit Paspeln und zwei Arten von Stahlhelmen. Der erste Helm war der britische Mark I, welcher aber im Prozess der Ablösung durch den schwedischen Zivilschutz-Helm war, der bei den Norwegern M1931 genannt wurde. Im Jahr 1935 wurde ein ovales, gestanztes Abzeichen mit dem norwegischen Löwe eingeführt, welches an der Vorderseite des Helmes getragen wurde.

Über der Feldbluse, die es in drei Arten gab, wurde oft eine zweireihige, wasserabweisende grau-grüne Baumwoll-Kanevas-Jacke ohne Abzeichen getragen. Bei Kälte trugen norwegische Offiziere und Mannschaften auch Schaffellmäntel oder andere Bekleidungsstücke ziviler Winterkleidung.

Rangabzeichen: Rangabzeichen-Spitzen erschienen auf der Kappe, Kragen der Feldbluse und auf Schulterstücken auf den Mänteln, während Unteroffiziere Rangabzeichen an den Ärmel-Manschetten hatten.
Die Waffengattung wurde durch die Farbe und Form der Uniform-Knöpfe angezeigt.

Norwegen Rangabzeichen
Rangabzeichen norwegische Armee – obere Reihe (Mütze, Kragen, Schulter) von l.n.r.: General, Generalleutnant, Generalmajor, Oberst, Oberstleutnant, Major, Hauptmann.
Zweite Reihe v.l.n.r.: Oberstleutnant, Leutnant, Offiziers-Anwärter, Unterfeldwebel, Unteroffizier. Dann Mützenabzeichen für Generale, Offiziere, Mannschaften, Unteroffiziere. Ganz rechts Luftwaffen-Abzeichen für Beobachter (oben) und Pilot (unten).

Norwegische Luftwaffe

Schon um die Mittagszeit des 9. April 1940 hatten die deutschen Streitkräfte fast alle Flugplätze und Wasserflugzeug-Stützpunkte südlich von Narvik besetzt und die meisten der halbwegs modernen norwegischen Jagdflugzeuge (Gloster Gladiator Doppeldecker) waren bei der Verteidigung von Oslo zerstört worden. Danach konnte die norwegische Luftwaffe kaum noch in die Kämpfe eingreifen.
Die Luftwaffe war in drei Ketten (jeweils eine aus Jägern, Bombern und Aufklärern) mit zusammen 76 Flugzeugen und 940 Mann organisiert und sollte die Bodenstreitkräfte unterstützen.

Uniformen der norwegischen Luftwaffe

Norwegischer Pilot
Norwegischer Pilot im Rang eines Leutnants.

Das Personal der norwegischen Luftwaffe trug Armee-Uniformen mit einer hellgrünen Farbe für die Waffengattung als Kordel an der Mütze, Seitenkappe, Uniform-Bluse, Mänteln und Hosen. Ein silberner Knopf zeigte einen horizontalen Propeller mit einer Krone.

Rangabzeichen:
Rangabzeichen-Spitzen erschienen an der Mütze, Kragen der Bluse und als Schulterstreifen auf Mänteln. Unteroffiziere trugen ihre Rangabzeichen an den Ärmel-Manschetten. Es gab auch markante Muster von Mützenabzeichen für Unteroffiziere, Offiziere und Generale.
Es gab keine speziellen Abzeichen für die Waffengattung oder Funktion, aber Piloten und Beobachter trugen ein Silber-besticktes Flügel-Abzeichen auf ihrer rechten Brust.


Norwegische Marine

norwegisches U-Boot 'HNMS Ula'
Das norwegische U-Boot ‚HNMS Ula‘ läuft nach einer Unternehmung in einen englischen Hafen ein. Die Besatzung hat eine etwas eigentümliche Art, ihre Einsatzerfolge zu präsentieren.

Am 8. April 1940, dem Tag vor der deutschen Invasion, hatte die norwegische Marine und Marineluftwaffe eine Stärke von 5.200 Mannschaften und Offizieren. Trotz der Tatsache, dass der Großteil der Schiffe der norwegischen Marine veraltet waren, hinterließen sie einen guten Eindruck in den Kämpfen gegen Deutschland. So mussten schließlich die meisten ihrer Schiffe kampfunfähig geschossen oder versenkt werden.

Die norwegische Marine verfügte zu Beginn über 113 Schiffe:
2 kleine Küstenpanzerschiffe,
10 Minenleger,
7 Zerstörer,
3 große Torpedoboote der Trygg-Klasse,
14 Torpedoboote,
9 U-Boote,
8 Minensucher,
9 Patrouillenboote,
49 Hilfs-Patrouillenboote (umgebaute andere Schiffe)
.

Nur 13 dieser Schiffe erreichten britische Häfen nach der norwegischen Kapitulation.

Noch während die Kämpfe anhielten, entschied die norwegische Regierung am 22. April 1940 alle noch unter ihrer Kontrolle befindlichen Handelsschiffe des Landes zu beschlagnahmen. So konnten etwa eintausend Schiffe mit insgesamt 4 Millionen Tonnen und 30.000 Seeleuten den Alliierten zur Verfügung gestellt werden und spielten eine wichtige Rolle in der Schlacht im Atlantik.

Neben der Flotte gab es auch Küstenbefestigungen bei Oscarborg, Oslofjord, Kristiansand, Bergen und Andalsnes, besetzt von 308 Offizieren mit 2.095 Soldaten und mit Kanonen unterschiedlicher Kaliber.

Die norwegische Marineluftwaffe wurde bereits 1915 gegründet und da sie nur eine geringe Größe hatte, spielte sie nur eine begrenzte Rolle im Krieg gegen Deutschland. Einige ihrer Flugzeuge konnten jedoch nach dem deutschen Angriff nach Nord-Norwegen entkommen und nahmen an den Kämpfen bis zum 7. Juni 1940 teil.

Norwegische Schiffe des 2. Weltkriegs

Schiffe in Norwegen
Ein von der deutschen Kriegsmarine als Vorpostenboot in Kristiansand (1940) verwendetes erbeutetes norwegisches Torpedoboot der Lyn-Klasse.

Norwegische Schiffe spielten im Zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle, sowohl vor als auch nach der Invasion Norwegens durch Deutschland im April 1940.

Die norwegische Handelsflotte (Nortraship)

Hintergrund:
– Als Deutschland am 9. April 1940 in Norwegen einmarschierte, verfügte Norwegen über die viertgrößte Handelsflotte der Welt.
– Die Exilregierung in London gründete schnell Nortraship (The Norwegian Shipping and Trade Mission), um die Flotte zu verwalten.
– Über 1.000 norwegische Handelsschiffe (etwa 4 Millionen Bruttotonnen) wurden unter alliierte Kontrolle gestellt.

Beitrag:
– Norwegische Schiffe transportierten lebenswichtige Güter (Öl, Lebensmittel, Truppen, Waffen) über den Atlantik und andere Kriegsgebiete.
– Die Flotte war entscheidend für die britischen Kriegsanstrengungen, insbesondere während der Atlantikschlacht.
– Über 3.500 norwegische Seeleute verloren ihr Leben durch U-Boot-Angriffe und andere Gefahren.

Norwegische Kriegsschiffe

Vor der Invasion:
– Die königliche norwegische Marine war klein und veraltet, mit ein paar Schiffen zur Küstenverteidigung, Zerstörern und U-Booten.

Während der Invasion:
– Norwegische Kriegsschiffe kämpften gegen die deutsche Invasion, vor allem in den Schlachten von Narvik und anderen Küstengefechten.
– Viele Schiffe wurden versenkt oder gekapert, aber einige entkamen nach Großbritannien.

Im Exil:
– Mehrere Kriegsschiffe und Besatzungen dienten weiterhin in der Royal Navy, darunter Zerstörer wie HNoMS Stord und HNoMS Svenner.
– Schiffe mit norwegischer Besatzung nahmen an wichtigen Operationen teil, darunter die Landung in der Normandie (D-Day).

Bemerkenswerte norwegische Schiffe:

Handelsschiffe:
– MS Ravnaas, SS Sanct Svithun, SS Norhauk, MT Ferncliff: Beispiele für während des Krieges versenkte Handelsschiffe.
– MT Kosmos II: Eines der größten Tankschiffe der Welt zu dieser Zeit, diente den Alliierten.

Kriegsschiffe:
– HNoMS Sleipner (Zerstörer)
– HNoMS Stord (Zerstörer): Beteiligt an der Versenkung des deutschen Schlachtschiffs Scharnhorst.
– HNoMS Glaisdale, HNoMS Arendal: Ehemalige britische Schiffe, die von norwegischen Besatzungen eingesetzt wurden.

Spezialeinsätze:

– Norwegische Schiffe und Besatzungen nahmen an Kommandoüberfällen und Aufklärungsmissionen teil und unterstützten den norwegischen Widerstand.
– Der „Shetland-Bus“: Eine geheime Operation, bei der norwegische Fischerboote eingesetzt wurden, um Agenten und Nachschub zwischen den Shetlandinseln (Großbritannien) und dem besetzten Norwegen zu transportieren.

Verluste und Vermächtnis

– Über 700 norwegische Schiffe gingen während des Krieges verloren.
– Der Beitrag der Handelsflotte wurde als wesentlich für den Sieg der Alliierten anerkannt.
– Norwegens Seeleute werden für ihren Mut und ihre Opferbereitschaft geehrt.

Uniformen der norwegischen Marine

Dekksmann norwegische Marine
Dekksmann (Matrosengefreiter) der norwegischen Marine, 1940. Das Rangabzeichen ist auf seinem linken Arm.

Die Uniformen der norwegischen Marine, welche während der Kämpfe von 1940 getragen wurde, basierte auf den Vorschriften von 1907 und hielt sich in wesentlichen Teilen an die international üblichen Standards.
Offiziere, Kadetten und Quartiermeister bzw. Unteroffiziere trugen eine Schirmmütze, zweireihige Reeferjacke mit einem weißen Hemd und schwarzer Krawatte, passende blaue Hosen und schwarze Schuhe. Der Mantel war zweireihig.
Seeleute trugen eine dunkelblaue Matrosenjacke mit einem Rangabzeichen an rechten Ärmel und einer Seemannsmütze. In kaltem Klima trugen sie eine zweireihige Caban-Jacke.
Die Winterkopfbekleidung für Offiziere war eine schwarze Karakulmütze, an welcher sich ein spezielles Muster von Mützenabzeichen befand.

Rangabzeichen:
Die Ränge für Admirale, Offiziere, Feldwebel, Quartiermeister, Kadetten und Maat wurden in der norwegischen Marine durch verschiedene Muster eines Mützenabzeichens angezeigt. Wie auch in anderen skandinavischen Marinen trugen eingezogene Wehrpflichtige ein spezielles Abzeichen.
Rangabzeichen-Spitzen erschienen auf den Ärmelmanschetten der Seemännerjacken und auf den Schulterstücken der Seemäntel. Matrosen trugen ihre Rangabzeichen am oberen rechten Ärmel.

Zur Unterscheidung der Waffengattung trugen Offiziere der verschiedenen Dienste eine unterschiedlich geformte ‚Locke‘ und eine unterschiedliche Licht-Farbe zwischen den Rangabzeichen-Spitzen. Oberfeldwebel hatten goldene Abzeichen, während Stabsfeldwebel bis hinunter zum Matrosen rote Abzeichen über ihren Rangabzeichen trugen.

Die Angehörigen des Marine-Flugdienstes trugen Marine-Uniform, während Flugpersonal goldbestickte Flügel-Abzeichen auf der rechten Brust trugen. Mannschaften trugen auf der Uniform spezielle Dienstabzeichen, welche das Flügel-Abzeichen mit den Buchstaben ‚A‘ auf dem oberen linken Ärmel hatte.


Quellenangaben und Literatur

The Armed Forces of World War II (Andrew Mollo)
World War II – A Statistical Survey (John Ellis)

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