Flotten 2. Weltkrieg

Flotten und Seestreitkräfte des Zweiten Weltkriegs.
Typen, Klassen, Anzahl der einsatzbereiten Kriegsschiffe b.z.w. im Bau und ihre Dispositionen. Abschnitt I mit der französischen Marine.

Schlachtschiff 'Richelieu'
Das französische Schlachtschiff ‚Richelieu‘ im August 1943.

Flotten des 2. Weltkrieges

Weitere Abschnitte:

Die wichtigsten Flotten des Zweiten Weltkriegs

Marine der Vereinigten Staaten

– Pazifikflotte:
Einsatzgebiet: Pazifischer Ozean, gegen Japan
Hauptstützpunkte: Pearl Harbor, San Diego, später vorgeschobene Stützpunkte (z.B. Ulithi, Guam)
Nennenswerte Einsatzverbände: Task Force 58 (schneller Trägerverband), Task Force 38
Hauptgefechte: Pearl Harbor, Midway, Korallenmeer, Golf von Leyte

– Atlantische Flotte:
Einsatzgebiet: Atlantischer Ozean, gegen Deutschland und Italien
Hauptstützpunkte: Norfolk, New York, Bermuda
Schlüsselrollen: Konvoi-Eskorte, U-Boot-Bekämpfung, amphibische Operationen (D-Day, Nordafrika)

Royal Navy (Großbritannien)

– Heimatflotte (Home Fleet):
Einsatzgebiet: Nordsee, Atlantik
Hauptstützpunkt: Scapa Flow
Rolle: Verteidigung der britischen Inseln, Blockade gegen Deutschland

– Mittelmeerflotte:**
Einsatzgebiet: Mittelmeer
Hauptstützpunkte: Alexandria, Gibraltar, Malta
Hauptgefechte: Tarent, Kap Matapan

Ostflotte (Eastern Fleet):
Einsatzgebiet: Indischer Ozean, Ferner Osten
Hauptstützpunkt: Trincomalee (Ceylon/Sri Lanka)
Rolle: Verteidigung gegen japanische Vorstöße

Atlantikfotte:
Rolle: Konvoischutz, U-Boot-Bekämpfung

Kaiserlich Japanische Marine

– Kombinierte Flotte (Rengō Kantai):
Haupteinsatzflotte, bestehend aus:
Erste Flotte: Schlachtschiffe
Zweite Flotte: Kreuzer, Zerstörer
Dritte Flotte: Flugzeugträger (Kido Butai)
Andere Flotten: U-Boot, China-Bereich, etc.
Schlüsselstützpunkte: Kure, Yokosuka, Truk
Hauptgefechte: Pearl Harbor, Midway, Philippiniensee, Golf von Leyte

Kriegsmarine (Deutschland)

– Hochseeflotte:
Einsatzgebiet: Nordsee, Atlantik
Hauptstützpunkte: Wilhelmshaven, Kiel
Schlüsseleinheiten: Überwasserhandelszerstörer (Bismarck, Tirpitz), U-Boot-Waffe
Hauptrolle: Handelskrieg, Blockadeführung, U-Boot-Kriegsführung

Sowjetische Marine

– Nordische Flotte: Arktis und Barentssee
– Baltische Flotte: Baltische See
– Schwarzmeerflotte: Schwarzes Meer
– Pazifikflotte: Ferner Osten
– Funktionen: Küstenverteidigung, Unterstützung der Roten Armee, Konvoi-Begleitung

Regia Marina (Italien)

Einsatzgebiete: Mittelmeer
Stützpunkte: Tarent, La Spezia
Hauptgefechte: Tarent, Kap Matapan
Rolle: Herausforderung der Royal Navy im Mittelmeer

Marine Nationale (Frankreich)

– Vor 1940: Wichtigste Flotte im Mittelmeer und Atlantik
– Nach 1940: Einige Schiffe schlossen sich den Alliierten an (Freie Franzosen), andere wurden versenkt oder von den Achsenmächten interniert oder eingesetzt.


Marinen

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Französische Marine

Leichte Kreuzer 'La Galissonniere'
Der Leichte Kreuzer ‚La Galissonniere‘ ist das Klassenschiff von sechs schnellen, gut bewaffneten und beweglichen Kriegsschiffen.

Das ‚Ministerium für Nationale Verteidigung‘ koordiniert die Aktivitäten der drei Ministerien, welche die Streitkräfte vertraten.

Das wichtigste Amt im Marineministerium war das des Chefs der Admiralität, welches zum Zeitpunkt des Kriegsausbruchs Vizeadmiral F.X. Darlan innehatte. Er leitete alle Operationen auf See und war auch für die Küstenverteidigung verantwortlich.
Seine unmittelbaren Untergebenen waren die Geschwader- und Marinestützpunkt-Kommandanten.

Im Januar 1937 begann ein Programm zur Modernisierung und zum Ausbau der französischen Flotte zur viertgrößten Marine auf der Welt, obwohl sie deutlich kleiner war als die des Verbündeten Großbritanniens.

Am 23. August 1939 wurden Marinereservisten einberufen, die Flak-Geschütze bemannt und Verbindungsoffiziere mit der Royal Navy ausgetauscht. Am 1. September 1939 bestand die Stärke der französischen Marine aus 160.000 Mann aller Ränge.

Kriegsschiffe französische Marine 1939:

Schiffstyp
Anzahl
Schiffsklassen
im Bau
Schlachtschiffe
7
2 Courbet, 3 Bretagne, 2 Dunkerque
4 (Richelieu)
Flugzeugträger
1
1 Bearn
2
Schwere Kreuzer
7
2 Duquesne, 4 Suffren, Algerie
-
Leichte Kreuzer
12
3 Duguay Trouin, 1 La Tour D'Auvergne (Minenleger), 1 Jeanne D'Arc (Trainingsschiff), 1 Emile Bertin, 6 La Galissoniere
3
Zerstörer
78
6 Chacal, 18 Bison, 6 Le Fantasque, 2 Mogador, 26 Bourrasque, 8 Le Hardi, 12 La Flore
27
U-Boote
81
1 Surcouf (U-Kreuzer), 9 Requin, 29 Redoutable, 3 Roland Morillot, 6 Saphir, 1 Aurora, 32 Amazone
38
Minenräumer und Kanonenboote
56
33 alte Kanonenboote aus dem 1. Weltkrieg, 8 Bougainville, 12 Elan, 3 Chamois
30 (Chamois)

Disposition französische Marine bei Kriegsausbruch:

Schiffs- typen
Mittel- meer (Toulon und Mers-el-Kebir, Vizeadmiral Godfroy)
Atlantik (Brest, Vizeadmiral Gensoul)
Golf von Biscaya
Kanal
Casablanca
Indo- China
Schlacht- schiffe
3
-
-
-
-
-
Schlacht- kreuzer
-
2
-
-
-
Flugzeug- träger
-
1
-
-
-
-
Wasser- flugzeug- Träger
1
-
-
-
-
-
Kreuzer
10
3
-
-
-
2
Zerstörer
48
10
3
7
2
5
U-Boote
53
-
-
-
4
2

Der Verband in Casablanca hatte die Aufgabe, die Seerouten zwischen Frankreich, Dakar in Westafrika und den westindischen Inseln zu sichern.
In Absprache mit der britischen Admiralität war die stärkste Konzentration von französischen Schiffen im Mittelmeer, wo die mächtige italienische Flotte eine Bedrohung für die wichtigen Seewege von Frankreich nach Nordafrika und die britischen Routen über den Suezkanal nach Gibraltar darstellte. Das Mittelmeergeschwader wurde von Vizeadmiral R.E. Godfroy geleitet und war in Toulon und Mers-el-Kebir stationiert.
Die U-Boot-Stärke spiegelt Frankreichs Schwerpunkt auf Unterwasserkriegsführung wider, sowohl für die Zusammenarbeit mit der Überwasserflotte, als auch für die Zerstörung von feindlichen Handelsschiffen. Der Unterseeboot-Gigant Surcouf galt von daher offiziell als ‚Handelszerstörer‘-U-Boot.

Unterseekreuzer 'Surcouf'
Der französische Unterseekreuzer ‚Surcouf‘ war mit zwei 20,3-cm Geschützen mit kompletter Feuerleitanlage bewaffnet. 1939 war sie mit 3.304 t Verdrängung über Wasser das größte Unterseeboot auf den Weltmeeren.

Die Kriegsstärke der französischen Marineluftwaffe (Aeronavale) betrug vier Staffeln aus Sturzkampfbombern, zwei aus Wasserflugzeugen und eine mit Flugbooten. Sie waren alle für den Einsatz von Schiffen aus vorgesehen. Da aber die beiden langsamen Flugzeugträger als Transporter für neue Flugzeuge aus den USA verwendet wurden, mussten sie an der Küste stationiert werden – mit Ausnahme der Wasserflugzeuge, welche von den Katapulten der Schlachtschiffe und Kreuzer starten konnte.
Im Jahr 1939 betrug die Stärke der französischen Marineluftwaffe 350 Flugzeuge.

Flugzeugträger Bearn
‚Bearn‘ war Frankreichs einziger echter Flugzeugträger im 2. Weltkrieg und bereits 1927 aus einem ursprünglich als Schlachtschiff begonnen Entwurf von 1914 entstanden.

Die Schlacht um Frankreich ging zu Lande und in der Luft verloren, aber die französische Marine erwies sich als tapfere und fähige Streitmacht, was sie während der kombinierten Operationen in Norwegen und bei der Evakuierung der alliierten Streitkräfte aus Frankreich bewies.

Als die deutschen Truppen sich der Kanalküste näherten, wurden die französischen Schiffe angewiesen, die Kanal- und Biskaya-Häfen zu verlassen. Einige liefen nach England, während die meisten nach den Mittelmeerhäfen Oran und Mers-el-Kébir ausliefen, während andere nach Alexandria und einige nach Dakar in Französisch-Westafrika entkamen.

Entsprechend den Waffenstillstandsbedingungen vom 22. Juni 1940 konnte die neue Vichy-französische Regierung ihre Kriegsschiffe behalten, welche im Kampf auch nicht besiegt worden waren. Bedingung war aber, die Schiffe unter deutscher oder italienischer Kontrolle stehen mussten. Dies bedeutete, dass sie in Häfen in der Nähe der Einflussbereiche der Achsenmächte stationiert werden mussten und nicht, dass sie tatsächlich von diesen kontrolliert wurden. Wenige Anstrengungen von allen Beteiligten wurden gemacht, diese Vereinbarung des Waffenstillstandsabkommens umzusetzen und den Achsenmächten genügte es offenbar, wenn die französischen Schiffe weiterhin in französischen Händen blieben, solange sie dadurch den alliierten Streitkräften entzogen waren.

Dementsprechend wurden etwa 70 bis 80 hochseefähige französische Großkampfschiffe, Kreuzer, Zerstörer und U-Boote in Toulon unter Admiral Jean de Laborde, dem Befehlshaber der französischen Marine, festgemacht. Die meisten dieser Schiffe wurden am 27. November 1942 selbst versenkt.

beschädigter Schlachtkreuzer 'Strassbourg' in Toulon
Der am 27. November 1942 selbst versenkte, schwer beschädigte Schlachtkreuzer ‚Strassbourg‘ in Toulon.

In der Zwischenzeit befanden sich zum Zeitpunkt des Waffenstillstandes zwei französische Schlachtschiffe, zehn Zerstörer, 12 Schaluppen, sieben Unterseeboote und eine Anzahl kleinerer Kriegsschiffe in den britischen Seehäfen Plymouth, Falmouth, Portsmouth und Sheerness.
In der Morgendämmerung des 3. Juli 1940 begann die Briten mit der ‚Operation Catapult‘, bei der sich Enterkommandos mit Teppichpantoffeln auf die französischen Schiffe in britischen Häfen schlichen und die überraschten französischen Besatzungen entwaffneten, wobei es aber auch zu Blutvergießen kam.

Am selben Tag erhielt die französische Flotte in Mers-el-Kebir ein britisches Ultimatum, sich den Briten anzuschließen und den Krieg gegen Deutschland und Italien fortzusetzen – oder sich unter britischer Aufsicht zu entwaffnen, sich selbst zu versenken oder zerstört zu werden.
Schlechte Kommunikation mit der neuen Pétain-Regierung und eine unnachgiebige Atmosphäre der Verhandlungen ließ die Franzosen verständlicherweise das britische Ultimatum zurückweisen.

Um 5:45 Uhr eröffnete die britische Flotte das Feuer und innerhalb von sechzehn Minuten waren drei französische Großkampfschiffe außer Gefecht gesetzt, während ein Schlachtkreuzer und eine Reihe von kleineren Schiffen es schafften, nach Toulon zu entkommen.
Bei diesem Angriff und den nachfolgenden Gefechten büßten die Franzosen 1.297 Gefallene und 351 Verwundete ein.

französische Flotte in Mers El Kebir unter englischem Feuer
Die französische Flotte in Mers El Kebir unter englischem Feuer.

In Alexandria willigten die Franzosen ein, ihre Schiffe zu entwaffnen und sie verloren keine Menschenleben. Heute weiß man, dass die Franzosen niemals die Absicht hatten, ihre Flotte in deutsche oder italienische Hände fallen zu lassen, und das britische Vorgehen hatte nur dazu geführt, dass die französische Marine wütend war, was als Folge hatte, dass die meisten französischen Matrosen in Großbritannien, sich weigerten den Frei-französischen Streitkräften beizutreten und der Widerstandswille der Vichy-Streitkräfte gegenüber den Alliierten verstärkt wurde. So scheiterte zwei Monate später die Landung frei-französischer Truppen in Dakar, im nachfolgenden Jahr wurde Syrien hartnäckig von Vichy-Truppen verteidigt, anschließend 1942 Madagaskar und es kam zu Vergeltungsluftangriffen auf Gibraltar.
Ironischerweise verpflichte sich die Vichy-Regierung jedoch, die Zahlung von Zulagen an die Angehörigen der Männer, welche in den Frei-französischen Streitkräften dienten, fortzusetzen.


Uniformen französische Marine

Uniformen französische Marine
Links ein Vollmatrose in Parade-Uniform der französischen Marine, rechts ein Leutnant eines französischen U-Bootes (beide 1940).
Die Uniform der französischen Marine des Zweiten Weltkriegs war das Ergebnis von Vorschriften, welche 1922 (für Unteroffiziere) und 1931 (für Offiziere) herausgegeben wurden, obwohl die traditionelle ‚Quadrat-Rigg‘ für Offiziere ursprünglich sogar von 1858 stammt.

Offiziere trugen die im Bild rechts dargestellte Uniform. Der Mantel für Offiziere war doppelreihig zu zwei Reihen von fünf Knöpfen auf der Vorderseite. Außerdem gab es einen doppelreihigen Regenmantel, der ohne Insignien getragen wurde.
Offiziere konnten die blaue Reefer-Jacke mit einer Mütze aus weißem Überzug, weiße Hosen und weißen Segeltuchschuhen, oder die spezielle weiße Sommerjacke tragen. Es gab auch eine khakifarbene Exerziere-Uniform für den Dienst in heißen Klimazonen.
Offiziere (‚Officiers Mariniers‘) und Unteroffiziere trugen die Offiziersuniform bei Dienst an Land oder beim Ausgang, während sie an Bord gewöhnlich nur eine blaue Arbeitsjacke trugen.

Mannschaften trugen die im Bild links dargestellte Uniform, über der sie den zweireihigen Erbsenmantel bei kaltem Wetter zogen. Die Arbeitskleidung war entweder aus blauem oder ungefärbtem Denim, und für den Sommer und in heißen Klimazonen gab es eine weiße Version der ‚Quadrat-Rigg‘ oder eine spezielle weiße Uniform mit kurzen Hosen und Sonnenhelm.
Es gab kein spezielles Marineinfanterie-Korps, und so dienten die Matrosen an Land oder in Landungskompanien mit Stahlhelm und marineblauem Mantel, Infanterieausrüstung der Armee und Segeltuchleggings.

Abzeichen

Offiziere, Offiziersanwärter, Unteroffiziere und alle anderen Dienstgrade, die zum Tragen einer Offiziersuniform berechtigt waren, trugen ihre Dienstgradabzeichen an der Schirmmütze, den Schulterriemen und Manschetten.
Mannschaften trugen ihre Dienstgradabzeichen an den Manschetten des Pullovers, des Erbsenmantels und des Übermantels.

Die Dienstgradabzeichen erschienen auf den Manschetten und als ‚Lichter‘ zwischen den Rangabzeichen an den Manschetten und Schulterriemen. Spezialistenabzeichen wurden fast immer am linken oberen Ärmel getragen, und am Erbsenmantel bzw. Übermantel.


Frei-französische Marine

Zum Zeitpunkt des französischen Waffenstillstandes befand sich eine beträchtliche Anzahl französischer Schiffe in britischen Häfen und am 1. Juli 1940 wurden die Frei-Französischen Seestreitkräfte offiziell gebildet.
Nach dem britischen Vorgehen gegen die französischen Schiffe in britischen Häfen (‚Operation Catapult‘ = Unternehmen Katapult) wurden die französischen Seeleute als Kriegsgefangene behandelt und interniert. Unter dieser Umstände war es nicht überraschend, dass General de Gaulles Appell an die Franzosen, den Kampf gegen Deutschland fortzusetzen, auf taube Ohren stieß und fast alle französischen Seeleute in England verlangten ihre Repatriierung. Schließlich wurden sie per Schiff nach Casablanca geschickt.
Trotzdem meldeten sich genügend Freiwillige überall aus dem Ausland und der langsame Prozess des Aufbaus der ‚Forces Frangaises Navales Libres‘ (FFNL) in Großbritannien begann.

Das größte Schiff war das alte Schlachtschiff Courbet (22.000 Tonnen), das als schwimmende Batterie im Hafen von Portsmouth verwendet wurde. Außerdem gab es einen Hilfskreuzer, vier Fregatten, neun Korvetten, zwei Minensuchboote, vier U-Boote und ab Oktober 1942 acht Motor-Torpedoboote.
Es gab mindestens 34 weitere kleine Schiffe verschiedener Typen und drei Ausbildungsschiffe, die im Hafen von Portsmouth lagen.

Korvette Arconit
Zwei gerettete Besatzungsmitglieder eines der beiden durch die frei-französische Korvette ‚Arconit‘ innerhalb kürzester Zeit versenkten deutschen U-Boote.
Bis 1943 betrug die Stärke der französischen Marine in Großbritannien etwa 8.000 Mann – eine Anzahl, die nach dem Vorfall von Mers-el-Kebir immerhin größer war, als anzunehmen war.

Die frei-französische Marine wurde nie eine wichtige Streitmacht und setzte nur ein paar U-Boote, Geleitschiffe und Hilfsschiffe ein. Nur durch die Verstärkung durch die Schiffe der ehemaligen Vichy-französischen Marine aus den Kolonien konnte die Grundlage einer neuen französischen Flotte gelegt werden.
Dadurch erreichte die frei-französische Marine bei Kriegsende eine Stärke von vier Schlachtschiffen, neun Kreuzern und 11 Zerstörern, sowie eine Anzahl kleinerer Boote, welche von den Briten und Amerikanern zur Verfügung gestellt wurden.

Drei Bataillone Marine-Infanterie (jedes aus drei Kompanien zu je drei Abteilungen) wurden ebenfalls aufgestellt. Das 3. Bataillon, welches aus Basken und Spaniern bestand, welche sich nach dem Spanischen Bürgerkrieg in Südamerika im Exil befanden, wurde aus politischen Gründen bald aufgelöst.
Im Juli 1941 wurde die 1. Kompanie der Marineinfanterie (1ere Compagnie de Fusiliers Marins) gebildet und trat dem britischen 2. Kommandoverband bei.

Die Mitglieder der FFNL trugen weiterhin die Uniform der französischen Marine, aber seit Juli 1940 trugen sie auf der rechten Brust zusätzlich das Abzeichen des Lothringer Kreuzes. Da französische Waffen und Ausrüstungen zunehmend schwerer verfügbar waren, wurden die Matrosen mit britischen Uniformen und Waffen ausgestattet.
Die Marineinfanteristen (Fusiliers Marines), welche als Kommandosoldaten in Großbritannien ausgebildet wurden, verwendeten britische Kampfanzüge mit französischen Kopfbedeckungen und französische Abzeichen, zusammen mit dem Schriftzug ‚Commando‘ auf den Schulterblättern.


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Quellenangaben und Literatur

World War II – A Statistical Survey (John Ellis)
Flotten des 2. Weltkrieges (Antony Preston)
The Armed Forces of World War II (Andrew Mollo)

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