Deutscher Panzer mit Infanterie im Angriff in Russland   Englische Hurricane und Spitfire-Jagdflugzeuge

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Achsen-Verbündete an der Ostfront
Stärke und Organisation der Armeen der Slowakei, von Kroatien und spanische Freiwillige

Slowakische Soldaten der Schnellen Division an der OstfrontSlowakische Armee

Im März 1939 bestellte Hitler die Führer der slowakischen Volkspartei nach Berlin und teilte ihnen mit, daß er den Ungarn erlauben würde ihr Land zu besetzen, sofern sie sich nicht von der Tschecheslowakei lösen würden. Am nächsten Tag, dem 14. März 1939, erklärte sich die Slowakei für unabhängig.

Der Slowakei wurde es gestattet, ihre eigene Armee aus 6 Divisionen zu unterhalten und das ehemalige tschecheslowakische Gerät zu verwenden, welches innerhalb ihrer Grenzen gelagert war. Da auch die slowakischen Offiziere alle in der ehemaligen hochprofessionellen tschecheslowakischen Armee gedient hatten, waren diese neuen Streitkräfte dieser sehr ähnlich, wenn auch alle Einheiten von Grund auf neu reorganisiert werden mußten. Eine Besonderheit wurde jedoch, daß alle Volksdeutschen in geschlossenen, eigenen Verbänden organisiert wurden, die zu einem Zeitpunkt ein Artillerie-, ein Pionier- und zwei Infanterie-Regimenter stark waren.

Bild: Soldaten der slowakischen Schnellen Division im Kampfeinsatz an der Ostfront. Der Mann im Vordergrund ist mit einer erbeuteten russischen PPSh Maschinenpistole bewaffnet, während sich der Soldat dahinter gerade auf den Wurf einer deutschen Stielhandgranate vorbereitet.

Als der Zweite Weltkrieg ausbrach, verfügte die slowakische Armee über drei Infanterie-Divisionen. Diese halfen der Wehrmacht bei ihrem Angriff auf Polen und zwei Divisionen (1. und 3. slowakische Infanterie-Division) besetzten Grenzgebiete, von denen die Slowaken behaupteten, daß sie ihnen gehörten. Diese Zusammenarbeit half der Slowakei sehr, Vertrauen in ihren Status als treuen deutschen Verbündeten zu erlangen und beendete die Gefahr einer Besetzung durch die Ungarn.

Für den deutschen Angriff auf die Sowjetunion stellten die Slowaken eine leichte Brigade mit 3.500 Mann, welche teilweise motorisiert war und über ein Battaillon tschecheslowakischer leichter Panzer (entspricht dem deutschen Typ PzKpfw 38(t) ) verfügte, und ein Armee-Korps mit zwei Infanterie-Divisionen sowie Divisionstruppen zur Verfügung. Die Gesamtstärke dieser slowakischen Truppenverbände belief sich im Juli 1941 auf 40.393 Mannschaften und 1.346 Offizieren.

Im August 1941 wurde beschlossen, die beiden Infanterie-Divisionen in die Slowakei zurückzuschicken und dafür eine Schnelle Division mit 10.000 Mann und eine Sicherungsdivision mit 6.000 Mann einzusetzen. Diese standen unter deutschem operativen Befehl, wenn auch ihre gesamte Verwaltung in slowakischen Händen blieb. Der Elite-Verband der Schnellen Division kämpfte bei Lemberg, Kiew und im Winter 1941/42 am Mius, wo deutsche Offiziere die Slowaken als 'tapfere Soldaten mit sehr guter Disziplin' befanden. Die Schnelle Division wurde von den Deutschen sehr geschätzt und als vollwertiger Frontverband eingesetzt.

Die slowakischen Einheiten, welche an der Ostfront kämpften, hatten große Verluste und wurden 1943 aus der Frontlinie herausgezogen und zu Sicherungsaufgaben verwendet. Die Stimmung und Moral viel ab und beide Divisionen begannen Soldaten durch Desertion zu verlieren. 1944 wurden sie dann in die Reserve überführt, entwaffnet und in Bau-Brigaden umgewandelt. Unterdessen hatte die Slowakei damit begonnen, zwei neue Divisionen (1. und 2. slowakische Infanterie-Division) aufzustellen, um die Karpaten-Pässe gegen die aufkommenden Sowjets zu verteidigen. Eine dritte Infanterie-Division wurde gerade im Herzen der Slowakei neu aufgestellt, als ein von der Partisanenbewegung ausgehender Aufstand Ende August 1944 ausbrach. Aus Sicht der slowakischen Armeeführung war dieser Aufstand zu früh erfolgt und mußte scheitern, weshalb sich die beiden Infanterie-Divisionen von deutschen Truppen entwaffnen ließen.

Die slowakische Armee verwendete hauptsächlich ehemaliges tschecheslowakisches Gerät, obwohl von Deutschland einige Granatwerfer, Panzerabwehrkanonen, Feldkanonen und Flugabwehrgeschütze geliefert wurden. Die slowakische Politik bestand in einer schnellen Rotation zwischen der Heimatarmee und den Divisionen in Russland und ging sogar soweit, daß selbst während der Kriegszeit Wehrpflichtige aus der Armee entlassen wurden, wenn ihre reguläre Dienstzeit beendet war.

 
Schnelle Division
Sicherungsdivision
Infanterie-Division
Anzahl Verbände
1
1
2
Infanterie-Regimenter
2
(bewaffnet mit VZ24 Gewehren = tschecheslowakisches Modell des Mauser Kar98k)
2 +
teilweise motorisiertes Aufklärungs-Bataillon
3 +
teilweise motorisiertes Aufklärungs-Bataillon
Gesamtstärke
10.000
6.000
ca. 15.000
Artillerie

27

27
(Pferde-bespannt)
27
(Pferde-bespannt)
Panzer
12 LTvz 35/38/40 = PzKpfw 38(t)
Zug von Panzerspähwagen (später an Schnelle Division abgegeben)
-
Fahrzeuge
zusammen 2.011 Kraftwagen und 695 LKWs im Juli 1941

Slowakische LT vz38 Panzer
Bild: ehemalige tschecheslowakische LT vz38 Panzer (entspricht PzKpfw 38(t) der Wehrmacht) der slowakischen Armee, mit Markierungen welche nach 1942 verwendet wurden. Die Mannschaften tragen ebenfalls Panzeruniformen der ehemals tschecheslowakischen Streitkräfte.

Avia B-534 der slowakischen Luftwaffe in RusslandSlowakische Luftwaffe

Im Herbst 1939 kam eine deutsche Luftwaffen-Mission in die Slowakei um bei der Modernisierung und Reorganisation der slowakischen Luftstreitkräfte mitzuhelfen. Die Schnelle Division in Russland wurde dann von einer kleinen Luftstreitmacht aus zwei Jagdstaffeln Avia B-534 Doppeldecker und einer Aufklärungsgruppe mit Letov S328 Aufklärungsbombern begleitet.

Bild: Avia B-534 Jagd-Doppeldecker der slowakischen 12.Staffel stehen zwischen zerstörten Tupolew SB-2bis und SB-3 Bombern, welche die sich zurückziehenden Sowjets auf einem Flugfeld in der Ukraine im Sommer 1941 zurückgelassen haben.

Im Sommer 1942 erhielten die slowakische Luftstreitkräfte ihre ersten modernen Militärflugzeuge mit 20 gebrauchten Bf109E, welche zuvor von der deutschen Luftwaffe intensiv über Westeuropa und Nordafrika verwendet worden waren. Ab März 1943 lieferte Deutschland dann auch neue Bf109G an die slowakische Luftwaffe.

Kroatische Armee

kroatische Ustascha-Soldaten im Zweiten WeltkriegNoch bevor der deutsche Sieg über Jugoslawien vollkommen war, befand sich das Land bereits im Stadium des Zerfalls und am 10. April 1941 wurde der unabhängige Staat Kroatien proklamiert.
Der neue kroatische Staat begann mit der Aufstellung eigener bewaffneter Streitkräfte mit Hilfe der Wehrpflicht. Diese neue Armee nannte sich Hrvatsko Domobranstvo (was übersetzt Heimatarmee bedeutet) und bestand Ende 1941 aus vier Armeekorps, sechs Divisionen und 46 Bataillonen. Es gab zwei Arten von kroatischen Einheiten: Jägerbrigaden und Gebirgsjäger-Brigaden. Die Gebirgsjäger-Brigaden bestanden aus zwei Gebirgsjäger-Regimentern und zwei Bataillonen Artillerie. 1944 belief sich die Personalstärke der vier Gebirgsjäger-Brigaden auf 35.000 Mann.

Es wurde eine Italienisch-kroatische Legion für die Ostfront aufgestellt, welche wie eine italienische Schwarzhemden-Legion gegliedert war und aus zwei Bataillonen Infanterie und einem Artillerie-Bataillon bestand. Die Legion kämpfte gut bei der italienischen 3. Mobilen Division, bevor sie während des Rückzugs vom Don zerstört wurde.
Daneben gab es noch ein Deutsch-koratische Legion, welche als ein Infanterie-Regiment mit drei Bataillonen und einem Artillerie-Battaillon gegliedert war. Sie war bekannt als 369. verstärktes kroatisches Infanterie-Regiment und ging in Stalingrad unter.

Bild: kroatische Ustascha-Soldaten.

Die kroatische para-militärische Organisation, welche gegen Titos Partisanen und die Chetniks gleichermaßen kämpfte, war die Ustascha. Sie hatte Militär- und Polizei-Aufgaben und war einer Art SS-Formation ähnlich und berüchtigt. Neben diesen etwas besser organisierten und disziplinierten Einheiten gab es noch eine Reihe von mehr oder weniger irregulären Kämpfern, eigentlich nicht mehr als Banditen und Mörder.
Bis Ende 1941 gab es 15 Ustascha-Bataillone, welche mit Armee-Bataillonen zusammengelegt wurden um 16 Domobranstvo-Ustascha-Divisionen zu formieren, sowie 30 weitere Brigaden mit einer Gesamtstärke von 114.000 Mann und weiteren 38.000 Mann Heimatschutz (Volkssturm). Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die Reste dieser Einheiten zu einer einzigen, kampfkräftigen Division zusammengelegt: der 1. kroatischen Sturm-Division.

Kroatische Luftwaffe

Zunächst wurde die kroatische Luftwaffe mit Flugzeugen der ehemaligen jugoslawischen Luftstreitkräfte oder mit von Italien gelieferten Maschinen ausgestattet. Im Oktober 1941 wurde dann eine kroatische Luftwaffen-Legion für die Ostfront gebildet, bestehend aus einer Jagdstaffel mit Messerschmitt Bf109 und einer Bomberstaffel mit Dornier Do17.

Pro-Achsentruppen in Serbien

Unter dem Ministerpräsidenten General Milan Nedic wurde das serbische Teilgebiet von Jugoslawien als besetztes Land behandelt. Trotzdem hatte dessen Regierung ein gewisse Autonomität und konnte Zölle erheben und eine begrenzte Anzahl von bewaffneten Truppen zur inneren Sicherheit aufstellen.
Polizei-Einheiten, welche während des Krieges existierten, waren die Serbische Stadtgarde mit einer Gesamtstärke von 15.000 Mann, die serbische Staatsgarde (Srpska Drzavna Straza) als Nachfolger der Königlich-Jugoslawischen Gendarmerie mit den Donau- und Dwina-Regimentern und die Serbische Grenzwache (Srpska Granicna Straza).
Das am ungezwungensten mit der Achse zusammenarbeitende Serbische Freiwilligen-Korps (Srpska Dobrovoljacki Korpus) wurde im Frühjahr 1943 aufgestellt. Ende 1944 wurde das Korps mit seinem deutschen Verbindungsstab der Waffen-SS als Serbisches SS-Korps angegliedert und bestand aus einem Stab und vier Regimentern Infanterie zu je drei Bataillonen, sowie einem Ausbildungs-Bataillon.

Spanische Soldaten Blaue Division OstfrontSpanische Freiwilligen-Einheiten

Als Gegenleistung für die deutsche Hilfe während des Spanischen Bürgerkrieges schickte der spanische Diktator Franco eine Freiwilligen-Division mit 18.000 Mann zum Kreuzzug gegen den Bolschewismus an die Ostfront. Die meisten der Männer waren reguläre Soldaten und wurden regelmäßig ausgetauscht.

Am 25. Juli 1941 wurde diese spanische Blaue (Azul) Division zur 250. Infanterie-Division der Wehrmacht. Die üblichen vier Infanterie-Regimenter einer spanischen Division wurden auf drei reduziert (262., 263. und 269. Infanterie-Regiment), dazu kamen das 250. Artillerie-Bataillon und Divisions-Einheiten. Die Personalstärke lag dann bei 641 Offizieren, 2.272 Unteroffizieren und 15.780 Mannschaften.
Die Division erlitt 12.776 blutige Verluste bis sie im Oktober 1943 aus der Front gezogen wurde. Von November 1943 kämpfte dann eine spanische Blaue Legion mit zwei Banderas (Bataillonen) Infanterie sowie einer gemischten Bandera aus Artillerie und Panzerabwehrkanonen vor allem gegen Partisanen im nördlichen Abschnitt der Ostfront. Nach dem allgemeinen Rückzug nach Estland begann die Legion im April 1944 nach Spanien zurückzukehren.

Bild: Spanische Soldaten der Blauen Division an der Ostfront. Sie tragen die spanischen Nationalfarben auf der rechten Seite ihrer Stahlhelme.

Spanische Freiwilligen-Luftstreitkräfte

Fünf spanische Flugzeug-Staffeln, welche durch Deutschland ausgebildet und ausgerüstet wurden, operierten mit der Heeresgruppe Mitte an der Ostfront. Allerdings befand sich immer nur eine Staffel zur gleichen Zeit im Fronteinsatz. Die Staffeln flogen vor allem Begleitschutz für Bomber und erzielten insgesamt 156 Abschüsse von sowjetischen Flugzeugen über der Ostfront.

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