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Schlacht an der Maas
Woche vom 13. bis 19. Mai 1940 |
Schlacht an der Maas (am 13. Mai) ist das wichtigste Ereignis dieser Woche ! |
MONTAG, 13. MAI 1940
Westfront: (Hauptereignis) SCHLACHT AN DER MAAS. Die Panzer-Korps von Guderian, Hoth und Reinhardt errichten mit Hilfe von starker Luftunterstützung Brückenköpfe über den Fluß Maas bei Sedan, Montherme und Dinant. Bis zum 17. Mai vernichten sie die französische 9. Armee und schlagen eine 80 Kilometer breite Bresche in die alliierte Linie.

Bild: Gesprengte Brücken vermochten den deutschen Stoß nicht wesentlich zu bremsen. In kurzer Zeit wurde diese zerstörte Maas-Brücke von Pionieren mit Flößen für die Infanterie wieder passierbar gemacht.
Schlacht von Tirlemont: die französische 2. und 3. Leichte Mechanisierte Division bekämpfen das deutsche XVI. Panzer-Korps (3. und 6. Panzer-Division) nordöstlich von Namur. Nach heftigen, den ganzen Tag andauernden Kämpfen, treten die Franzosen den Rückzug an. Beide Seiten haben viele Panzer verloren.
Luftkrieg: die erste Einheit von Dewoitine D-520 Jägern (das französische Gegenstück zur englischen Spitfire) ist über der Front an der Maas im Kampfeinsatz und kann vier deutsche Flugzeuge ohne eigene Verluste abschießen.
Heimatfront England: Churchill stellt sein Kriegskabinett im House of Commons vor: 'Ich habe nichts anzubieten, außer Blut, Mühsahl, Tränen und Schweiß.'
Die Politik der neuen Regierung ist es, den Krieg bis zum Sieg zu führen. Bevin wird Arbeitsminister.
Heimatfront Kanada: Dr. Manion, Führer der geschlagenen Konservativen Partei, tritt zurück.
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DIENSTAG, 14. MAI 1940
Westfront: Guderians 1. Panzer-Division überquert die Maas bei Sedan. 150 englische und französische Bomber, einschließlich veralteter Fairey Battle und Amiot 143, machen selbstmörderische Tagesangriffe auf die deutschen Pontonbrücken bei Sedan. Messerschmitt Bf109, Flak und das Feuer aus leichten Infanterie-Waffen zerstören 45 englische und 5 französische Bomber. Die Pontonbrücken bleiben unbeschädigt.

Bild: Fairey Battle-Bomber der englischen RAF, durch französische Curtiss Hawk-Jäger geschützt, kurz vor dem Angriff auf deutsche Pontonbrücken bei Sedan.
Französischer Gegenangriff mit Panzern und Infanterie im Abschnitt von Sedan schlägt fehl. General Touchon wird zum Befehlshaber der französischen Reserven ernannt, um die Lücke zwischen der 9. und 2. französischen Armee westlich von Sedan zu schließen.
Die Garnison von Rotterdam kapituliert. General Winkelman, der Oberbefehlshaber der holländischen Armee, ruft über den Rundfunk zum Waffenstillstand auf.
Heimatfront England: Lord Beaverbrook wird zum Minister für die Flugzeugproduktion ernannt. AUFRUF ZUM ENGLISCHEN VOLKSSTURM (LOCAL DEFENCE VOLUNTEERS oder auch als Home Guard bezeichnet) für Männer im Alter von 17 bis 65 Jahren durch das Kriegsministerium, um mögliche Landungen deutscher Fallschirmjäger zu bekämpfen. Kriegs-Staatssekretär Eden appelliert persönlich an die Bereitschaft zur Teilnahme durch eine Rundfunkansprache.
Luftkrieg: ZERSTÖRUNG VON ROTTERDAM. In einem Versuch den energischen holländischen Widerstand zu brechen und die laufenden Waffenstillstandsverhandlungen zu einem raschen Ende zu bringen, werden 100 Heinkel He111-Bomber zum Angriff auf das Stadtzentrum entsandt. Die holländischen Verteidiger bieten daraufhin ihre Kapitulation an, jedoch können 60 Bomber nicht mehr rechtzeitig zurückgerufen werden. Es entstehen riesige Brände in der Altstadt, verursacht durch dort gelagerte große Mengen an Fetten und Margarinen, welche tagelang brennen. Es wird Anfangs befürchtet, daß dabei bis zu 30.000 Menschen ums Leben gekommen sind. Die tatsächliche Zahl der Opfer liegt dann aber bei 980, jedoch verlieren 78.000 Menschen ihre Wohnungen und Häuser.

Bild: die zerstörte Altstadt von Rotterdam.
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MITTWOCH, 15. MAI 1940
Westfront: Hoth's Panzer schlagen die französische 1. Panzer-Division westlich von Dinant, welche dabei 125 ihrer 175 Panzer verliert. Bei Einbruch der Nacht befindet sich die zerschlagene französische 9. Armee in vollem Rückzug westlich der Maas und ihr Befehlshaber, General Corap, wird durch General Giraud ersetzt.
Die deutsche 6. Armee führt einen Großangriff gegen die alliierte Front in Belgien (Dijle-Line) durch, wird aber blutig abgewiesen.
FORMALE KAPITULATION DER HOLLÄNDISCHEN ARMEE. Einige isolierte holländische und französische Einheiten halten jedoch noch in Zeeland, Walcheren und Beveland bis zum 17. Mai aus.
VERLUSTE IN DER SCHLACHT UM HOLLAND |
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Holländer |
Deutsche |
| Gefallene |
2.890 |
ca. 3.500 |
| Verwundete |
6.889 |
| Flugzeuge |
mehr als 160 |
mehr als 162 |
| Getötete Zivilisten |
2.500 |
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Bild vom gleichen Tag, aufgenommen in der Nähe von Le Havre: eine Kolonne französischer Renault R-35 Panzer auf dem Weg zur näher rückenden Front, während Flüchtlinge nach Westen ziehen.
Besetzte Niederlande: Erste Ausgabe der holländischen Untergrund-Zeitung Geuzenactie. Holländische Widerstandsgruppen veröffentlich danach bis zum Kriegsende noch etwa 1.000 illegale Zeitungen, Flugblätter und Flugschriften.
Seekrieg: die englischen Zerstörer Valentine (versenkt) und Winchester (schwer beschädigt) werden vor der Scheldemündung bombardiert.
Luftkrieg: RAF BOMBER-KOMMANDO BEGINNT MIT DER STRATEGISCHEN LUFTOFFENSIVE GEGEN DEUTSCHLAND. 99 Flugzeuge (ein Verlust) werden in der Nacht vom 15. auf den 16. Mai zum Angriff auf Raffinerien und Rangierbahnhöfe im Ruhrgebiet geschickt. Die Ziele werden nur geringfügig beschädigt.
Die Deutschen geben bekannt, daß sie Brüssel als legitimes, militärisches Ziel ansehen. Radio Brüssel wird bombardiert.
Heimatfront Frankreich: PANIK VON
PARIS nach Berichten, daß die Deutschen bei Sedan durchgebrochen sind. Viele Tausende verlassen die Stadt, Ministerien beginnen mit der Verbrennung geheimer Dokumente. Ministerpräsident Reynaud telefoniert mit Churchill und sagt ihm: 'Wir sind geschlagen, wir haben die Schlacht verloren !'.
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DONNERSTAG, 16. MAI 1940
Westfront: Bei Einbruch der Dunkelheit sind Guderians Panzerspitzen schon 89 km westlich von Sedan. Die alliierten Armeen der Engländer, Franzosen und Belgier beginnen mit dem Rückzug von der Dijle-Linie zur Schelde-Linie, westlich von Brüssel. Die belgische Regierung weicht nach Ostende aus.
Luftkrieg: 26 LeO-451s (4 abgeschossen) mit Jagdschutz bombardieren deutsche Panzer bei Montcornet, welche gerade mit Treibstoff versorgt werden. Die Advanced Air
Striking Force (vorgeschobene Angriffs-Luftwaffe) der englischen Royal Air Force wird von Basen südlich der Maas in den Raum um Troyes östlich von Paris zurückverlegt.

Bild: Panzerkampfwagen 38(t) nach einem französischen Luftangriff, im Hintergrund das Grab eines der Besatzungsmitglieder.
Diplomatie: Churchill fliegt nach Paris um sich mit Reynaud, Daladier und General Gamelin zu besprechen.
Neutrale USA: US-Präsident Roosevelt gibt der amerikanischen Flugzeugindustrie ein Produktionsziel von 50.000 Militärflugzeugen je Jahr vor.
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FREITAG, 17. MAI 1940
Westfront: Deutsche Truppen marschieren in Brüssel ein. Oberst de Gaulles 4. Panzer-Division führt einen Gegenangriff gegen Guderians XIX. Panzer-Korps durch, wird aber zurückgeschlagen. General von Kleist rügt Guderian für seine 'exzessive' Geschwindigkeit und zu weites Vordringen ! Guderian tritt daraufhin sofort zurück, kann aber am Abend durch Intervention durch v.List und v.Rundstedt von diesem Schritt abgebracht werden. Das XVI. and XXXIX. Panzer-Korps werden von der deutschen 6. Armee in Belgien nach Süden in Richtung der Maas abgezogen.

Bild: General Guderian, der führende deutsche Panzer-Taktiker und Schöpfer der Panzerwaffe, führt direkt von seinem Befehls-Schützenpanzer während des Frankreichfeldzuges.
Luftkrieg: Deutsche Bomber zerstören Middelburg auf Walcheren (Niederlande).

Bild: Unteroffizier Stephani griff an diesem Tag mit einer Dornier Do17 einen Munitionstransporter im Tiefflug an, wobei das Fahrzeug explodierte. Der Besatzung gelang es, das Flugzeug schwer beschädigt zum Stützpunkt Vogelsang zurückzufliegen, wo diese Aufnahme entstand.
Seekrieg: der englische Kreuzer HMS Effingham läuft auf ein nicht in Seekarten eingetrages Riff in der Nähe von Bodo (Norwegen) und kentert. Er muß am 21. Mai selbst versenkt werden.
Deutsche Flugzeuge beginnen in der Nacht vom 17. auf den 18. Mai mit dem Abwurf von Seeminen vor den französischen Kanalhäfen, von Le Havre bis Dünkirchen.
Die Marine Venezulas besetzt zwei deutsche Handelsschiffe in Maracaibo um zu verhinden, daß diese auslaufen, was zu ungewünschten diplomatischen Verwicklungen führen könnte.
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SAMSTAG, 18. MAI 1940
Westfront: Guderians Panzer erreichen Peronne am Fluß Somme. Hoths Panzer erreichen Cambrai, den Schauplatz des ersten englischen Panzereinsatzes der Geschichte während des Ersten Weltkrieg (1917). Deutsche Truppen erobern Antwerpen.
Seekrieg: Eine schwere Bombe einer Junkers Ju88 schlägt in das englische Schlachtschiff Resolution vor Narvik ein.
Luftkrieg: Deutscher Luftangriff auf Dieppe (Nacht 18/19. Mai).
Heimatfront Frankreich: Kabinettsumbildung. Ministerpräsident Reynaud übernimmt auch das Verteidigungsministerium, Daladier wird Außenminister, Marschal Petain kommt von seinem Amt als Botschafter aus Madrid zurück und wird Vize-Ministerpräsident, Mandel wird Innenminister.
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SONNTAG, 19. MAI 1940
Westfront: GAMELIN ENTLASSEN, WEYGAND WIRD ALLIIERTER OBERBEFEHLSHABER. De Gaulles Panzer führen einen zweiten Gegenangriff gegen Guderians Panzer-Korps im Abschnitt Laon-Montcornet. Einige französische Panzer bedrohen dabei sogar Guderians Hauptquartier und er muß Unterstützung durch die 10. Panzer-Division anfordern. Jedoch können Stukas den französischen Angriff zerschlagen, bevor diese eintrifft.

Sensationelles Bild: Stuka-Angriff auf eine der französischen Panzereinheiten. Durch Volltreffer wird ein Panzer durch die Luft geschleudert.
General Giraud, Befehlshaber der französischen 9. Armee, wird durch eine deutsche Panzereinheit gefangengenommen. Deutsche Truppen besetzten St.Quentin.

Bild: der gefangengenommene französische General General Giraud trifft auf dem Flugplatz Bonn-Hangelar ein. Es gelang Giraud später, zu entfliehen und über die Schweiz und das unbesetzte Frankreich nach Französisch-Nordafrika zu entkommen, wo er dann eine führende Rolle bei den alliierten Landungen (Unternehmen Torch) spielte. Bemerkenswerterweise war dies übrigens Girauds zweite Flucht aus deutscher Kriegsgefangenschaft, denn im Ersten Weltkrieg gelang ihm dies schon einmal !
Seekrieg Atlantik: U-37 versenkt vom 19. Mai bis 2. Juni insgesamt neun Handelsschiffe nordwestlich von Spanien.
Luftkrieg: Sensationsberichte sprechen von 100.000 Menschen, welche bei dem Luftangriff auf Rotterdam am 14. Mai getötet worden sein sollen. Die RAF bombardiert Ölraffinerien in Nordwest-Deutschland.
Neutrales Schweden: Ein Heimat-Verteidigungs-Korps (der schwedische Volkssturm) wird gegründet. Rationierung von Benzin wird eingeführt.
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Benachrichtige Freunde über den 2. Weltkrieg:

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