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Deutscher Überfall im Westen
Woche vom 6. bis 12. Mai 1940 |
Deutscher Überfall im Westen (am 10. Mai) ist das wichtigste Ereignis dieser Woche ! |
MONTAG, 6. MAI 1940
Norwegen: Norweger stellen sich im Abschnitt Röros-Stören im östlichen Mittel-Norwegen zum Kampf.
Die Goldreserven von Norwegen (ca. 350 Millionen Reichsmark) kommen sicher in London an.

Bild: Deutsche Soldaten mit der Unterstützung eines Maschinengewehres MG34 in Straßenkämpfen in einer norwegischen Stadt.
Geheimkrieg: Der Papst erzählt der Frau des italienischen Kronprinzen, Prinzessin Marie-Jose, daß Deutschland bereit steht die Benelux-Staaten zu überfallen. Die Prinzessin informiert darüber ihren Bruder, den belgischen König Leopold.
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DIENSTAG, 7. MAI 1940
Heimatfront England: NORWEGEN-DEBATTE beginnt imn House of Commons (britisches Parlament). Chamberlain verteidigt die Strategie der Konservativen Regierung. Er gerät aber unter heftige Attacken von Admiral Keyes und L.S. Amery (Konservative): 'Im Namen Gottes, gehen Sie ! ' .
Geheimkrieg: Französische Piloten, welche in der Nacht vom 7. auf den 8. Mai von einem Einsatz zum Flugblätter-Abwurf über Düsseldorf zurückkehren, berichten das sie die Lichter einer 100 Kilometer langen deutschen motorisierter Kolonne sehen konnten, welche nach Westen in Richtung der Ardennen zieht.
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MITTWOCH, 8. MAI 1940
Heimatfront England: Norwegen-Debatte wird abgeschlossen. Harsche Kritik an Chamberlain durch Lloyd George: 'der Ministerpräsident....hat an die Bereitschaft zu Opfern appelliert....er sollte seinen Stuhl opfern ! '.
Schlussabstimmung: 281 Stimmen für die Regierung, 200 für die Opposition (33 Konservative stimmten mit der Opposition). Chamberlain entscheidet sich daraufhin zurückzutreten.
Westfront: Hitler verschiebt letztmalig den Beginn des Fall Gelb vom 9. auf den 10. Mai.
Geheimkrieg: die belgische Botschaft in Berlin warnt Brüssel, daß das deutsche Auswärtige Amt ein Ultimatum an Belgien vorbereitet und daß das OKW (Oberkommado der Wehrmacht)
soeben den Befehl für den Angriff gegeben hat.
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DONNERSTAG, 9. MAI 1940
Westfront: Am Vormittag befiehlt Hitler, daß Fall Gelb - die Offensive im Westen - am 10. Mai um 5:35 Uhr morgens beginnen soll. Um 9 Uhr wird das Code-Wort 'Danzig' an die Befehlshaber an der Westfront übermittelt. Hitler verläßt Berlin in einem Sonderzug in sein vorgeschobenes Führerhauptquartier in der Nähe von Münstereifel an der belgischen Grenze.
Heimatfront Frankreich: KABINETT-KRISE. Reynaud prangert den französischen Oberbefehlshaber General Gamelin für sein Versagen in der Abwehr der deutschen Invasion von Norwegen an und verlangt die Ernennung eines neuen Oberbefehlshaber. Verteidigungsminister Daladier verteidigt Gamelin. Reynaud bietet seinen Rücktritt an, beschwört aber seine Kollegen zur Verschwiegenheit.
Seekrieg: Der englische Kreuzer Birmingham und sieben Zerstörer werden im Skagerrak durch vier deutsche S-Boote angegriffen. S31 torpediert dabei den Zerstörer Kelly (kommandiert durch Lord Mountbatten), welcher nach Newcastle zurückgeschleppt werden muß.
Das französische U-Boot Doris wird durch U-9 vor der holländischen Küste versenkt.
Luftkrieg: deutsche Flugzeuge werfen in der Nacht vom 9. auf den 10. Mai einhundert Minen vor holländischen und belgischen Häfen ab.
Seekrieg: Oberst Oster vom der deutschen Abwehr teilt dem niederländischen Militärattachee Oberst Sas mit, daß der deutsche Angriff im Westen bei Morgengrauen am 10. Mai beginnen wird.
Der französische Nachrichtendienst Deuxieme Bureau meldet, daß es keine 'abnormalen deutschen Bewegungen' hinter den Grenzen zur Niederlande und Belgien gibt.
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FREITAG, 10. MAI 1940
Westfront: (Hauptereignis) DEUTSCHER ÜBERFALL IM WESTEN auf Holland, Belgien und Luxemburg ohne eine Kriegserklärung (Fall Gelb) mit 77 Divisionen (einschließlich 10 Panzer- und 2 Luftlande-Divisionen) sowie 3.500 Flugzeugen. Drei Panzer-Korps - Guderians XI, Reinhardts XLI and Hoths XX -
stoßen durch die angeblich für Panzer unpassierbaren Ardennen im südlichen Belgien und Luxemburg in Richtung der Maas.
Die belgischen Truppen ziehen sich mit Ausnahme von zwei Kompanien Chasseurs Ardennais, welche den Vormarsch der 1. Panzer-Divisionen mit Strassensperren verzögern, aus den Ardennen in Richtung des Flusses Maas zurück.
Die französische 1. Heeresgruppe (32 Divisionen, einschließlich den englischen Expeditionskorps BEF) rücken gemäß dem Dijle-Plan nach Belgien ein. General Gamelin, der alliierte Oberbefehlshaber gibt als Tagesbefehl heraus: 'Deutschland fordert uns zum Krieg auf Leben und Tod heraus ... habt Mut, Kraft und Zuversicht. '
Hitlers Tagesbefehl beinhaltet: 'Soldaten der Westfront ! Die Schlacht, welche heute beginnt, wird für die nächsten tausend Jahre das Schicksal der deutschen Nation entscheiden. '
Die holländische Armee beginnt mit den vorbereiteten Flutungen von großen Flächen in Ost-Holland. Den Holländern gelingt es, einen Entführungsversuch von Königin Wilhelmina durch deutsche Fallschirmjäger zu verhindern. Unternehmen Königliche Marine beginnt: 1.700 Minen werden bis zum 17. Mai im Rhein ausgelegt.

Karte vom Westfeldzug in seinen vier hauptsächlichen Abschnitten mit verschiedenfarbigen Pfeilen.
Luftkrieg: die deutsche Luftwaffe greift im Morgengrauen Flugplätze und Ortschaften in den Niederlanden, Belgien und Nordfrankreich an. Deutsche Luftlandetruppen sichern wichtige Flugplätze und Brücken. Sturmtruppen landen mit Lastenseglern direkt auf dem belgischen Fort Eben Emael und nehmen es trotz seiner 1.200 Mann starken Besatzung.

Bild: Deutsche Fallschirmjäger in der Nähe von Rotterdam.
Die holländischen Passagierschiffe Statendam (28.300 t) und Veendam (15.500 t) werden in Rotterdam bombardiert und sinken. Die niederländische Luftwaffe und englische RAF schießen mehrere Junkers Ju52 Transportflugzeuge über Holland ab.
RAF-Bomber vom Typ
Battle machen Tiefangriffe auf deutsche Panzer, welche durch Luxemburg vorrücken (16 von 32 werden abgeschossen, die anderen beschädigt).
Deutsche Flugzeuge bombardieren irrtümlich Freiburg. 57 Einwohner kommen ums Leben und Propagandaminister Goebbels beschuldigt die Franzosen.
Neun belgische Fairey Fox Doppeldecker greifen eine Gruppe von Bf109 Jägern an: ein deutscher Jäger und drei belgische Doppeldecker werden abgeschossen, die anderen Fairey Fox werden alle beschädigt.
Die englische RAF bombardiert in der Nacht vom 10. auf den 11. Mai die deutschen Verbindungslinien im Rheinland östlich der holländisch-deutschen Grenze.
Seekrieg: Englische Zerstörer, Minenräumer und Marinesoldaten werden an die holländische Küste entsandt. Ein deutscher Truppentransporter wird vor Oslo versenkt. Britische Truppen landen auf Island. Britische und französische Einheiten landen auf den Niederländischen Antillen in der Karibik. Die Holländer besetzen 26 deutsche Handelsschiffe in den Niederländischen Antillen und Niederländisch-Ostindien (Indonesien).
Norwegen: Englische Truppen werden aus Mosjöen, 250 km südlich von Narvik, evakuiert.
Diplomatie: deutsches Memorandum an Brüssel und Den Haag, welches den Angriff rechtfertigen soll. Die beglische und holländische Regierung appellieren an Großbritannien und Frankreich. Königin Wilhelmina protestiert entschieden gegen die unprovozierte deutsche Aggression. Die Regierung von Luxemburg flieht nach Frankreich. Die britische und französische Regierung warnen Deutschland vor Luftangriffe auf zivile Ziele.
Heimatfront England: CHAMBERLAIN TRITT ZURÜCK, CHURCHILL WIRD PREMIERMINISTER und bildet eine Koalitionsregierung.
Heimtfront Frankreich: vorübergehende Versöhnung zwischen Ministerpräsident Reynaud und dem Oberbefehlshaber General Gamelin. |
SAMSTAG, 11. MAI 1940
Westfront: Guderians Panzer-Korps zersprengt französische Kavallerie und leichte mechanisierte Kräfte in den Ardennen und zwei seiner drei Panzer-Divisionen erreichen den Fluß Semois, 16 km nördlich von Sedan.
Nach einem schnellen Vormarsch durch Belgien erreicht die französische mechanisierte 7. Armee Breda in Südwest-Holland.
Belgische Truppen setzen sich in der Nacht vom 11. auf den 12. vom Albert-Kanal in Richtung des Flusses Dijle ab.

Bild: Deutsche Sturmtruppen überqueren den belgischen Albert-Kanal unweit von Hasselt.
Luftkrieg: Französisische schnelle mittlere Bomber vom Typ Sud-Est LeO-451 greifen deutsche motorisierte Kolonnen in Belgien an. Sieben von acht Fairey Battle Bomber der RAF werden abgeschossen, während sie deutsche Kolonnen in Luxemburg angreifen.
Dornier Do17 vernichten die 114. Staffel der RAF, als sie 30 Blenheim-Bomber auf dem Boden zerstören.
Belgische Fairey Battle machen selbstmörderische Angriffe auf eroberte Brücken über den Albert-Kanal.
36 RAF-Bomber vom Typ Whitley und Hampden (3 abgeschossen) bombardieren Nachschubslinien im Raum von Mönchengladbach.
Diplomatie: der japanische Außenminister Arita warnt die kriegsführenden Mächte sowie die USA und Italien, daß Japan keine Veränderung des Status Quo in Niederländisch-Ostindien dulden wird.
Heimatfront England: Ernennungen in die Regierung: Attlee als Lordsiegelbewahrer, Alexander als Erster Lord der Admiralität, Eden als Kriegs-Staatssekretär, Sinclair als Staatssekretär für die Luftfahrt.
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SONNTAG, 12. MAI 1940
Westfront: Französische leichte mechanisierte Einheiten werden zurückgezogen und alle Brücken über die Maas gesprengt - mit Ausnahme bei Mezieres, wo französische Festungstruppen beide Seiten des Flusses halten sollen. Vorausabteilungen der drei deutschen Panzer-Korps, welche 120 Kilometer in drei Tagen vorgestoßen sind, erreichen die Maas im Laufe des Tages: von Dinant bis Sedan auf einer Länge von 130 Kilometern.
Die französische 7. Armee (General Giraud) kommt unter starken Druck durch die deutsche 9. Panzer-Division und Stukas und wird gezwungen sich von Breda und Tilburg auf Antwerpen zurückzuziehen.

Bild: eine deutsche Panzerdivision auf ihrem Vormarsch nach Frankreich. Vorne sind mehrer PzKpfw 38(t) und dahinter einige PzKpfw II mit einem PzKpfw IV zu sehen.
Norwegen: Zwei Bataillone der französischen Fremdenlegion landen bei Bjerkvik, in der Nähe von Narvik, an.
Luftkrieg: Fünf Fairey Battles, geflogen von Freiwilligen, machen einen selbstmörderischen Angriff auf die Brücken von Vroenhoven und Veldwezelt über den Albert-Kanal in Belgien. Alle werden von der Flak abgeschossen, die Veldwezelt-Brücke wird beschädigt.
Heimatfront England: 3.000 Ausländer aus Feindstaaten und 11.000 aus anderen Staaten werden interniert.
Kingsley Wood wird zum Finanzminister ernannt, Anderson zum Innenminister, Morrison zum Versorgungsminister.
Neutrales Spanien: General Franco veröffentlicht eine Note in der er darauf verweist, daß Spanien an der 'strikten Neutralität' festhalten wird, wie bereits am 5. September 1939 verkündet.
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Benachrichtige Freunde über den 2. Weltkrieg:

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