Geheimdokumente für die deutsche Westoffensive erbeutet
Woche vom 8. bis 14. Januar 1940 |
Geheimdokumente für die deutsche Westoffensive erbeutet (am 10. Januar) ist das wichtigste Ereignis dieser Woche ! |
MONTAG, 8. JANUAR 1940
Seekrieg: Umgebaute Wellington-Bomber, ausgestattet mit einem Magnetring zur Explosion von Magnetminen, machen erste erfolgreiche Tiefflug-Einsätze über der Nordsee (Nacht vom 8. auf den 9. Januar).

Bild: diese Vickers Wellington Mk I ist zur Vernichtung von Magnetminen in seichten Gewässern mit einem Magnetring ausgestattet.
Heimatfront England: Nahrungsmittel-Rationierung beginnt: die Wochenration für eine Person besteht aus 100g Schinken oder Speck, 100g Butter, 350g Zucker. Lebensmittelrationen-Hefte werden ausgegeben.
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DIENSTAG, 9. JANUAR 1940
Seekrieg: Deutsche Patroullienboote versenken die englischen U-Boote Undine, Seahorse und Starfish in der Deutschen Bucht bei Helgoland mit Wasserbomben (am 6., 7. und 9. Januar). Englische U-Boot-Operationen in der Deutschen Bucht werden von daher vorübergehend ausgesetzt.
Das englische Passagierschiff Dunbar Castle läuft südöstlich von England auf eine Mine und sinkt.
Heimatfront England: Premierminister Chamberlain macht die erste eine Reihe von Reden von Ministern der englischen Regierung zur Steigerung der Kriegsmoral.
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MITTWOCH, 10. JANUAR 1940
Westfront: (Hauptereignis) ein Verbindungsflugzeug vom Typ Me 108 mit Major Reinberger an Bord macht eine Notlandung in Mechelen in Belgien. Reinberger ist Fallschirmjäger-Offizier und ist verbotenerweise mit Geheimdokumenten zum Fall Gelb, der geplanten deutschen Westoffensive, unterwegs. Der Major macht einen erfolglosen Versuch die Dokumente zu verbrennen bevor er von belgischen Soldaten gefangengenommen wird. Die deutschen Pläne sind nun gefährdet.
Diplomatie: Unoffizielle Friedensgespräche zwischen Fr.Wuolijoki (Finnland) und Fr.Kollontai (UdSSR) in Stockholm.
Seekrieg Atlantik: der deutsche Blokadebrecher Bahia Blanca kollidiert mit einem Eisberg und sinkt nordwestlich von Island.
Deutsche Zerstörer legen Minen vor Newcastle und Cromer (Nacht vom 10. auf den 11. Januar).
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DONNERSTAG, 11. JANUAR 1940
Winterkrieg in Finnland: die russische 168.Division wird nördlich vom Ladoga-See eingeschlossen. Die Finnen wehren Verstärkungen ab, während die Russen den Kessel aus der Luft versorgen. Russische Entsatztruppen brechen schließlich am 6. März zu den Eingeschlossenen durch.
Neuer russischer Angriff im Salla-Abschnitt (in der 'Taille') in Richtung der Eisenbahnlinie Kemijväri-Kemi. Finnischer Gegenangriff beginnt am 17./18. Januar.
Die schwedische Freiwilligen-Fliegergruppe Flygflottilj 19 beginnt mit Einsätzen von dem zugefrohrenen See Kemi mit 12 Gladiator-Doppeldeckerjägern und vier leichten Hart-Bombern. Die Schweden schießen bis zum 13. März zwölf russische Flugzeuge ab und verlieren sechs eigene.

Bild: Flugzeuge wie dieser Polikarpow I-153 Jagd-Doppeldecker in Wintertarnfarbe wurden zur Versorgung eingeschlossener russischer Truppen mit Versorgungsbehältern unter dem Rumpf ausgerüstet.
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FREITAG, 12. JANUAR 1940
Winterkrieg in Finnland: Schlacht von Taipale. Ein großangelegter russischer Versuch durch die linke Flanke der Mannerheim-Linie über den zugefrohrenen Taipale-Fluß durchzubrechen, wird bis zum 23. Januar - teilweise im Nahkampf - abgewehrt.

Bild: der russische General T.F. Shtijkow inspiziert die Waffen seiner Soldaten an der Front bei Leningrad. Die Männer sind alle gut mit Winterbekleidung ausgestattet.
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SAMSTAG, 13. JANUAR 1940
Diplomatie: Französisch-Spanisches Handelsabkommen unterzeichnet. Spanien erhält französischen Weizen, Düngemittel und Fertigwaren im Tausch für Eisenerz und andere Mineralien.
Neutrales Norwegen: Höhere Verteidigungsausgaben verursachen das höchste Haushaltsdefizit in der norwegischen Geschichte.
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SONNTAG, 14. JANUAR 1940
Neutrales Norwegen und Schweden: Russische Flugzeuge werfen Bomben in der Nähe der schwedischen Stadt Lulea ab und verletzten dabei auch den norwegischen Luftraum. Es folgen diplomatische Proteste in Moskau.
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