Die deutschen Truppen in einer Stärke von 569.000 Mann, mit 8.230 Geschützen, 700 Panzern (die Masse wurde zur gleichen Zeit in der Ardennen-Offensive im Westen verheizt) und 1.300 Flugzeugen stehen einer russischen Übermacht von 1,5 Millionen Soldaten, 28.000 Geschützen, 3.300 Panzern und 10.000 Flugzeugen gegenüber.
Für die Rote Armee war dies die letzte gewaltige Kraftanstrengung des 2.Weltkrieges. Um den Kampfwillen zu stärken, sind Millionen von Flugblättern verteilt worden, die zur Vernichtung des faschistischen Tieres in seiner Höhle und zur Vergewaltigung der germanischen Frau auffordern. Die Todesstunde für die deutsche Bevölkerung im Osten hat geschlagen.
Hier die Berichte über den letzten Kampf der 214.Infanterie-Division in der Schlacht im grossen Weichselbogen:
Noch dramatischer als vor dem Warka-Brückenkopf verlief der Kampftag beim LVI. Panzerkorps vor dem Pulawy-Brückenkopf. Schon in den Vormittagsstunden war der sowjetischen 33. Armee ein tiefer Einbruch bei der 214. Infanteriedivision gelungen, der zur Gewinnung von Ciepielów, etwa 14 km westlich der HKL, führte. Ein improvisierter Gegenangriff mit taktischen Reserven unter der persönlichen Führung des Divisionskommandeurs blieb erfolglos; die Zuführung der Kampfgruppe der 10. Panzergrenadierdivision durch das Generalkommando des LVI. Panzerkorps ab 10.00 Uhr erreichte zwar die Zurück- gewinnung der beherrschenden Stellung bei Ciepielów, die Kampfgruppe wurde aber zunehmend in die Verteidigung gedrängt und in mehrere Gruppen aufgespaltet, so daß sie hinhaltend kämpfend in Richtung Radom ausweichen mußte.
Bei der sowjetischen 69. Armee wurde bereits um 13.00 Uhr das 11. Panzerkorps eingesetzt, das an der Naht der 17. und 214. Infanteriedivision die Front durchbrach und den Verkehrsknotenpunkt Zwoleii eroberte, womit die rückwärtige Auffangstellung im Abschnitt des LVI. Panzerkorps durchstoßen war. Gegen Abend näherte sich die Spitze des 11. Panzerkorps bereits der Stadt Radom, was nicht nur den vollzogenen Durchbruch in das deutsche Hinterland, sondern auch die unmittelbar bevorstehende Einschließung der noch an der Weichsel stehenden Teile der 17. Infanterie- und der 45. Volksgrenadierdivision bedeutete. |
Es war eine der härtesten und grausamsten Schlachten des Krieges, in der vor allem die deutschen Truppen verzweifelt kämpften. Jedoch waren bereits nach dem ersten Tag der Offensive die 4.Panzer-Armee völlig zerschlagen. Die 214.Infanterie-Division ging mit der Masse in einem Kessel bei Starachowice unter.
Nach dem massivsten, verlustreichsten, aber auch schnellsten Vorstoß des ganzen Krieges erreicht Schukow bereits am 31.Januar 1945 die Oder.
Diejenigen Soldaten der 214.Infanterie-Division, welche der Schlacht entkamen wurden in einem Bataillon in Schlesien gesammelt werden, um daraus die Division wieder neu aufzustellen.
Der Großvater des Autors gehörte zu diesen Glücklichen, verlor jedoch seinen Fotoapperat und die letzten WW2 Bilder. Da er die Fotos immer nur während des Urlaubes mitbringen konnte, da das Fotografieren ja nicht immer erlaubt war, fehlen somit leider die letzten Bilder.
Doch dafür folgt nun noch eine interessante Seite mit offiziellen Original-Dokumenten aus Nazi-Deutschland sowie aus der Kriegsgefangenschaft in Warschau, Polen. |